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Zwischen Mainz und Köln fährt seit Anfang des Jahres
2010 die Mittelrheinbahn (MRB) [1]. Diese
Strecke legt der in Gelbtönen gehaltene Zug in ca.
dreieinhalb Stunden entlang des Rheins zurück. Das
Besondere an der Mittelrheinbahn ist, dass sie von dem
privaten Unternehmen trans regio unterhalten wird, das
sogar eigene Fahrkartenautomaten an den Bahnhöfen
aufgestellt hat. Die Strecke von Mainz nach Köln
führt allerdings durch drei unterschiedliche
Verkehrsbundgebiete: RNN, VRM und VRS.
Das hat zur Folge, dass - trotz der speziellen
Fahrkartenautomaten - keine Möglichkeit besteht, den
Tarif von Verkehrsbund übergreifenden Strecken zu
ermitteln. Will ich beispielsweise von Mainz nach
Koblenz, kann mir keine der Verkehrsbund-Webseiten
(RNN, VRM oder VRS) eine Auskunft darüber geben, was
ich auf dieser Strecke bezahlen muss. Die Webseite der
Deutschen Bahn scheint besser informiert: 17,10 Euro
verlangt man dort für diese Nahverkehrsstrecke - ganz
schön happig!
In meinem Fall ging es um die Strecke von Mainz nach Bonn. Wieder wusste nur die Webseite der DB Bescheid: Eine Fahrt mit der MRB sollte hier 26,30 Euro kosten. Eine Recherche nach den Kosten für die einzelnen Teilstrecken ergab:
Mit RNN von Mainz nach Bacharach: 7,80
Euro
Mit VRM von Oberwesel nach Rolandseck: 14,30 Euro
Mit VRS von Bonn-Mehlem nach Bonn: 2,40 Euro
Die einzelnen Tickets aus den Zuständigkeitsbereichen der einzelnen Verkehrsbünde kosteten also zusammen 24,50 Euro. Das konnte ich mir immerhin noch damit erklären, dass damit ja jeweils die Übergangsgebiete nicht inbegriffen waren. Aber dass ich für die ca. 140 Kilometer zwischen Bonn und Mainz doppelt so viel zahlen sollte wie für die 140 Kilometer zwischen Fulda und Mainz, die im RMV-Gebiet regulär 13,35 Euro kosten, wollte mir nicht einleuchten.
Eine Anfrage beim Kundenservice von trans regio ergab,
dass die billigere Variante das Rheinland-Pfalz-Ticket
sei, dass tatsächlich einen Gültigkeitsbereich von
Mainz bis Bonn habe und für eine einzelne Person nur
20 Euro koste [2]. Der Preis erschien mir
wiederum angemessen angesichts der Tatsache, dass damit
einen ganzen Tag lang Fahrten in ganz Rheinland-Pfalz
abgedeckt waren. Aber im Endeffekt war auch das
immernoch teurer als die Strecke von Fulda nach Mainz.
Unglaublicherweise braucht die Mittelrheinbahn
übrigens für jene Strecke von Mainz nach Bonn drei
Stunden, während man in gut zwei Stunden mit dem
öffentlichen Nahverkehr von Fulda nach Mainz gelangt.
Dabei muss man im Gegensatz zur Fahrt mit der
Mittelrheinbahn sogar noch umsteigen!
Tatsache bleibt aber, dass durch den Geheimtipp
"Rheinland-Pfalz-Ticket" die Kosten auf Strecken, die
die Mittelrheinbahn enthalten, reduziert werden
können. So will die Bahn etwa zwischen Mainz und Köln
im Nahverkehr 30 Euro. Nimmt man aber das
Rheinland-Pfalz-Ticket bis Bonn und löst danach ein
Ticket bis Köln, bezahlt man nur 26,60 Euro.
Noch unverschämter ist dagegen der Preis für die
Verbindung zwischen Fulda und Bonn mit
Nahverkehrsmitteln: Die Webseite der DB veranschlagt
für diese Route 41,90 Euro. Mit dem
Rheinland-Pfalz-Ticket und der Einzelfahrt von Fulda
nach Mainz fallen aber nur 33,35 Euro an.
Schließlich bleiben die Tarife der Bahn aber
verbindlich für alle BahnCard-Besitzer: Auf das
Rheinland-Pfalz-Ticket gibt es für die nämlich keine
Vergünstigungen.
Außerdem bin ich nach dieser ausführlichen Recherche
zu dem Schluss gekommen, dass die MRB für längere
Strecken einfach überhaupt nicht geeignet ist - dafür
ist sie zu langsam und zu teuer. Von Mainz nach Köln
kommt man (ohne Umsteigen) schließlich auch mit dem IC
und das kostet dann zwar 36 Euro, aber dafür sitzt man
auch nur die Hälfte der Zeit im Zug - nämlich 100
statt 200 Minuten. Und wer die goldene Mitte sucht,
fährt alternativ für reguläre 30 Euro mit zwei REs
von Mainz nach Köln in 150 Minuten.
Seit dem 19. oder 20. Juli 2010 kursieren im D1-Netz
der Telekom Kurznachrichten (SMS), deren Absender und
Inhalt scheinbar völlig zufällig zusammengestellt
werden. Das heißt, die Nachrichten enthalten
zufällige alphanumerische Zeichenfolgen (wirre,
"kryptische" Buchstaben und Zahlen) von 20 bis 50
Zeichen Länge. Die Absender sind stets ausländische
Telefonnummern.
Mit dem Problem beschäftigt man sich nun also schon
seit über einer Woche in verschiedenen Internetforen.
Ich habe zusammgestellt, was der Austausch der User in
folgenden Internetforen ergeben hat:
ComputerBase - Forum
Computerbetrug - Forum
ThinkPad - Forum
Blogaddict
gutefrage.net (wenig Aktivität)
myGully - Forum (wenig Aktivität)
gulli:board (wenig Aktivität)
iFun - Forum (wenig Aktivität)
Growbook - Forum (inaktiv)
Was steht in den Nachrichten?
Ein unerklärliches, anscheinend zufälliges und
sinnloses Wirrwarr aus Zahlen und Buchstaben
ZW3n0CCsK8DJYj6ea8RXytNRZlOIqefO8it0eiWmh2CrFPWI1
BPYJlBqA6mGQI431dilq7j48ZJzcKzqiEPtctzZAberW4EN21
WmHyOA9UOr5i02sI2oyVz33QqlIuF0mrPuFFxyme8MaLQcx7U
oPv2gr4ylTGjAstTpJTAHCWp3NCzBfUzHY55xlADc9QftRBC7uyVGHJeCm8Cy0tUklAOnltvyqEsPZC2
NwbHjYRiQigKhelUWYZCzPW7SqhpvtiYrOyrHxeY5WmUkofkhH0qVC8ejj1jQf2mfqxGIf3ZQq
Leerzeichen treten in den meisten Fällen ebensowenig wie Sonderzeichen auf. Die Länge der Nachrichten variiert zwischen 20 und (in Einzelfällen) über 100 Zeichen.
Wer verschickt diese Nachrichten?
Die Nummern der Absender haben Vorwahlen
unterschiedlicher, aber stets weit entfernter Länder
wie Vietnam, Indien oder Burkina Faso (Westafrika). Die
Ziffernfolgen der Nummern sind nicht auffällig,
sondern eher gewöhnlich - wie Privatnummern.
Betroffene, die die Nummern zurückzurufen wagten,
wurden mit Privatpersonen oder Call-Centern verbunden.
Nie sprach der gewählte Gesprächspartner Deutsch.
Bisweilen war niemand unter diesem Anschluss
erreichbar.
Wer ist betroffen?
Es handelt sich bei den Empfängern um Kunden aller
Mobilfunkanbieter, die das D1-Netz verwenden: Discotel,
Simply, T-Mobile, Callmobile, Congstar und andere.
Betroffen sind sowohl Nummern mit D1-Vorwahl als auch
portierte Nummern mit anderen Vorwahlen. Unter den
Empfängern gibt es welche, die schon über ein Jahr
ihre Verträge oder Prepaid-Tarife haben - ebenso gibt
es aber auch Neukunden wie mich die seit weniger als
einem Monat dabei sind [1]. Der Handytyp
scheint auch beliebig zu sein: iPhone-User befinden
sich unter den Betroffenen ebenso wie
Billig-Handy-Benutzer.
Die anfängliche Vermutung, ausschließlich
Auslandsreisende könnten betroffen sein, wurde durch
mehrere Betroffene widerlegt, die sich längere Zeit
nicht mehr im Ausland aufgehalten haben. Außerdem
konnten einige Betroffene (auch ich) garantieren, dass
sie ihre Nummer nicht an Dritte außerhalb ihres
engeren Bekanntenkreises weitergegeben haben - um
Werbung handelt es sich angesichts der sinnlosen
Inhalte aber ohnehin nicht.
Eine Sache ist jedoch sicher: Nicht alle D1-Nutzer sind
betroffen. Ich selbst habe auf meinem Zweithandy
(T-Mobile), dessen Handy-Nummer eigentlich viel weiter
verbreitet ist, noch keine einzige solche SMS erhalten
- das gleiche trifft auf die Handys meiner Eltern zu
(ebenfalls T-Mobile).
Was haben Betroffen zu befürchten?
Bis zu zwei Kurznachrichten pro Tag stellen eine
ärgerliche Belästigung dar, zumal die Nachrichten
auch manchmal zu nächtlicher Stunde eintreffen.
Darüber hinaus berichten einige Betroffene davon, dass
ihnen diese Nachrichten in Rechnung gestellt wurden.
Manch einer bezahlte dabei den üblichen SMS-Tarif,
andere wurden ihr gesamtes Guthaben los. Ein
Betroffener konnte seiner Mobilfunkrechnung entnehmen,
dass die entstehenden Kosten unter "sonstige Dienste"
zusammengefasst werden. Wieder andere sind sicher, dass
keine Kosten durch die Spam-Nachrichten entstanden
sind.
Was kann man dagegen tun?
Einzelne Anfragen bei der Deutschen Telekom haben
bisher nichts erreichen können. Der Kundenservice der
Telekom scheint von diesem Problem bislang nichts
gehört zu haben. Da die Ursache des Problems völlig
unbekannt ist, gibt es momentan noch keine Möglichkeit
direkt und effektiv dagegen vorzugehen.
Es ist aber anzuraten, sich mit seinem
Mobilfunkanbieter in Verbindung zu setzen und ihm die
Sachlage zu unterbreiten. Eine Beschwerde bei der
Bundesnetzagentur ist ebenso denkbar. Wer diesen
Aufwand scheut, aber nicht untätig bleiben will, tut
am besten daran, seine Erfahrungen in einem Eintrag ins
ComputerBase-Forum zu schildern [2]. Dort
gibt es den bislang längsten und aktivsten Thread zum
Thema.
**** Update
Zur Entwicklung seit der Erstellung des Artikels kann
man sich genauestens in den Kommentaren informieren.
Insbesondere wurde wohl inzwischen eine SMS-Sperre für
die fraglichen Spamnachrichten eingerichtet
[3]. Außerdem berichten inzwischen die
Webseiten stern.de [4], teltarif.de
[5] und bnet.info [6]. Ich selbst
kann bestätigen, seit der Sperre keine SMS mehr aus
wirren Zahlen und Buchstaben erhalten zu haben.
Wirre alphanumerische Zeichenketten wurden jetzt
nämlich scheinbar komplett durch Bibelverse ersetzt,
von denen nun im Eplus-, O2-, Vodafone- und D1-Netz
berichtet wird. Es handelt sich um englische Zitate aus
der King-James-Bibel, einer 250 bis 400 Jahre alten
Übersetzung des Alten und Neuen Testaments ins
Englische.
Ich habe bereits früher davon berichtet, wie
Spam-Versender mithilfe von Texten, die zwar sinnvolle
Worte und Sätze enthalten, aber keine erkennbar
sinnvolle Aussage haben, Spam-Filter umgehen können
[7]. Vermutlich handelt es sich auch jetzt
wieder um eine Maßnahme der Spammer, die Abwehr- bzw.
Filtermaßnahmen der Netzbetreiber auszuhebeln.
Dass ich zu Discotel gewechselt habe [1],
bringt mir nicht nur Vorteile: Die Mobilbox-Nummer ist
ungewöhnlich lang und kompliziert und meinen
Kontostand erfahre ich nur, indem ich eine SMS mit dem
Inhalt "Guthaben" an die 77277 schicke; das aktuelle
Guthaben wird mir dann per SMS zugeschickt. Diese
Methode ist aber entgegen der Erwartung schneller, als
es irgendjemand vermuten würde - ja, sogar schneller,
als irgendein physikalisches Gesetz erlaubt:
Heute verschickte ich um 19:11 Uhr eine solche
Guthaben-Anfrage und die Rück-SMS schien in Verzug zu
sein. Als ich aber nach einer Stunde auf mein Handy
schaute, war da eine ungelesene SMS und wie ich mich
gerade mit einem Blick in den Nachrichtenkopf über den
späten Versand ärgern wollte, musste ich feststellen,
dass man mir die SMS ja schon um 17:11 Uhr geschrieben
hatte. Also zwei Stunden, bevor ich überhaupt meine
Anfrage versandt hatte - da sage noch mal einer,
Discotels SMS Guthaben-Service sei langsamer als
*100#...
Im aktuellen
Media-Markt-Prospekt "Tiefste Preise im Hochsommer" auf
Seite 4 kann man das grazilste und kraftvollste Stück
Technik bewundern, das dieser Planet seit der Erfindung
des Rads hervorgebracht hat: Ein Laptop, der "Kann
alles, hat alles!" Wer Augen im Kopf hat, der
staune!
Fast ein halber Meter Bildschirmdiagonale
Mobilität muss ganz neu definiert werden: Das
Notizbuch (engl. Notebook) im Kinoformat. Dass der Akku
mit 70 Wattstunden nur 3 Stunden hält, stört dabei
überhaupt nicht: nach 10 Minuten sind die Beine eh
eingeschlafen, wenn man das 5 Kilo-Leichtgewicht auf
dem Schoß hat.
High-End-Workstation für den Kofferraum
Dass angesichts der geballten Leistung jeder Rucksack
oder Bollerwagen [1] versagt, stört nicht.
Dieser Laptop ist für alle, die ohnehin nie wussten,
was sie mit dem Kofferraum ihres Kombis anfangen
sollen. Dafür ersetzt diese Eier legende Wollmilchsau
auch gleich den Camcorder mit der HD-Webcam, den
Heimserver mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ("Starkes
Stück") und 1,28 Terabyte Festplatte ("die neue
Tera-Ära") und die Multimedia-Workstation mit
Vierkernprozessor ("der schnelle Prozessor"),
integriertem 5.1-Soundsystem und
1024-Megabyte-Grafikchip. Mit dieser "Ultimative[n]
Grafikkarte" braucht man auch für die neuesten
3D-Spiele keinen unhandlichen Desktop-Rechner mehr.
Komfort und Design
in Vollendung
Für "höchsten Komfort per Fingertip" sorgt das
sensible "Duo Touchpad" und wer den Komfort-Kick
schlechthin sucht, wird mit dem "silbernen
Lautstärkeregler" mehr als bedient. Ein gebürstetes
Aluminium-Gehäuse lässt MacBook-Nutzer vor Neid
erblassen. Bei jedem Start 20 Zeichen lange Passwörter
eingeben ist Vergangenheit mit dem Fingerabdruck-Sensor
für "mehr Sicherheit" [2].
Der hellste Stern am Laptop-Himmel
Mit seiner Portabilität, seiner Ausstattung, seiner
Eleganz und einem einzigartigen Look and Feel
(zugeklappt vier Zentimeter flach) erschlägt dieser
Laptop alles, was es bis heute unter dem Namen "Laptop"
zu kaufen gab. Und dieser ewige Ruhm steht unter dem
Zeichen des Laptopherstellers mit der wohl am wenigsten
umstrittenen Reputation auf dem Notebookmarkt: Acer.
Ja, wieder setzt Acer den neuen Trend: Wo alle dachten,
Netbooks und Tablets mit sparsamen Intel
Atom-Prozessoren übernähmen den Markt [3],
zeigt Acer völlig überraschend und sensationell
überzeugend die neue Richtung an.
Vergessen Sie ihre Pläne für ein
Multimedia-Wohnzimmer mit Plasmafernseher,
BluRay-Recorder und Surround-Soundsystem und
investieren Sie Ihre hart ersparten 2000 Euro in etwas
Sinnvolles: Das Acer Aspire 8943G mit vollen zwei
Jahren Herstellergarantie und dem Glanz von 50
Jahrtausenden Technikgeschichte. Schlagen Sie jetzt
zu!
Mein Notebook
[1] hat einen eSATAp-Anschluss. Was ist das
eigentlich? Innerhalb eines Computers sind Festplatten
mit so genannten SATA-Kabeln an das Motherboard zum
Datenaustausch mit Arbeitsspeicher, Prozessor und all
den anderen wichtigen Komponenten angeschlossen. Diese
Kabel ermöglichen sehr schnelle Datenübertragung,
können außerhalb des Gehäuses die weit verbreiteten
USB-Kabel aber vor allem aus drei Gründen nicht
ersetzen: Nach 50 "Steckzyklen" (Stecker rein und
wieder raus) ist der Stecker und womöglich auch die
Buchse verschlissen; außerdem sind SATA-Kabel nicht
geschirmt (sie haben keine schützende Umhüllung gegen
elektromagnetische Strahlung usw.); und schließlich
kann über SATA-Kabel kein Strom übertragen werden -
eine externe Fesplatte bräuchte einen zusätzlichen
Stromanschluss, wenn sie mit SATA angeschlossen würde.
Mit eSATA wurde eine Standard festgelegt, der so
schnell wie SATA, aber geschirmt ist und 5000
Steckzyklen aushält.
Nicht zuletzt aus Platzgründen kam man vor ein paar Jahren auf die Idee, eine eSATA-Buchse mit einer USB-Buchse zu kombinieren. Der positive Nebeneffekt war, dass diese Buchse auch Strom liefern konnte, was reine eSATA-Buchsen bislang nicht vermochten. Dieser neue Anschluss erhielt den Namen Power-over-eSATA oder kurz: eSATAp.
Um zum Anfang zurückzukehren: Mein Laptop verfügt
über einen solchen eSATAp-Anschluss und es wäre ja
schade, wenn ich ihn nicht verwenden würde. Also
entschloss ich mich kurzer Hand zum Kauf einer externen
2,5-Zoll-Festplatte mit eSATAp-Anschluss. Viel Auswahl
gibt es da im Moment allerdings nicht. Neben einem
qualitativ vielleicht nicht überragenden Modell von
Verbatim [2] gibt es noch die
Premium-Variante von LaCie, für die man aber leider
über 120 Euro abdrücken muss [3].
Der unbekannte, drittklassige
Computerzubehör-Hersteller DeLOCK stellt schon seit
längerer Zeit Peripherie-Geräte mit eSATAp-Anschluss
her. Darunter auch das "2,5 Inch External enclosure
SATA HDD > Power over eSATA", ein
Festplattengehäuse für unter 25 Euro
[4], das mit dem gefragten Anschluss
ausgestattet ist. Kombiniert mit einer Samsung HM500JI
[5] kam ich auf einen Gesamtpreis von unter
80 Euro.
DeLOCK ist kein bekannter Hersteller und ich würde ihn
auch nicht vom ersten Eindruck her in eine Reihe mit
RaidSonic, Western Digital oder Seagate einordnen.
Allerdings haben Produkte dieses Herstellers schon gut
in diversen Tests abgeschnitten und tatsächlich war
ich positiv überrascht, als ich den Produktkarton
öffnete: Zum einen macht schon der Produktkarton mit
Magnetverschluss einiges her - wenn auch nicht von
Seiten des Bedruckungsdesigns. Zum anderen lagen dem
stabil wirkenden Alu-Gehäuse neben einer billigen
Kunstlederhülle auch ein Y-USB-Kabel, ein eSATAp-Kabel
und Schräubchen samt passendem Schraubenzieher bei.
Die Festplatte wird tatsächlich mit vier kleinen
Schräubchen fixiert und die Stabilität des Gehäuses
mit zwei weiteren Schräubchen garantiert. Das macht
einen soliden Eindruck. Eine große Status-LED weist
vertrauenserweckend auf die Bereitschaft der Festplatte
hin und tatsächlich: Unter Fedora 13 wird die externe
Festplatte über den eSATAp-Anschluss ohne weiteres
erkannt und die Daten können ohne weitere
Konfiguration hin- und herrasen. Einziges Manko ist,
dass eSATA-Kabel generell ziemlich dick (breit) und
starr sind. Das etwa 50 cm lange Kabel wirkt daher
etwas sperrig. Man sollte übrigens auch von der
beigelegten Kunstlederhülle nicht allzu viel erwarten.
Bilder vom Gehäuse gibt es mit Klick auf das
Artikel-Bild!
Ich erstellte also eine große logische Partition auf der Fesplatte, formatierte in NTFS und startete meinen Laptop mit der SystemRescueCD (von einem USB-Stick). Ein Komplett-Backup meiner SSD benötigte nur gut 42 Minuten:
$ dd if=/dev/sda bs=64K >
/media/esata/fedora.img
128035676160 bytes (128 GB) copied, 2532.31 s, 50.6
MB/s
Die Geschwindigkeit lässt sich sehen:
2,5-Zoll-Festplatten haben einen durchschnittlichen
Datendurchsatz von 50 bis 60 Megabyte pro Sekunde. Das
heißt, die Übertragungsrate des eSATAp-Kabels hat der
Platte vermutlich viel abverlangt. Deutlich höhere
Übertragungsraten sind theoretisch möglich und mit
einem externen SSD-Speicher werden in Tests
tatsächlich bis zu 160 MByte pro Sekunde erreicht
[6].
Zur verbauten Festplatte lässt sich sagen, dass sie
zwar nach den 42 Minuten Dauerbelastung eine
beachtliche Temperatur erreichte, sich aber rundum
flüsterleise verhält. Von Samsung-Festplatten hört
man generell ja nur Gutes und für den Notfall gibt der
Hersteller auch großzügige 3 Jahre Garantie auf seine
Festplatten.

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