Seit ich im Juni 2010 mein ThinkPad T400s kaufte [1], bin ich ein zufriedener Linux-Benutzer. Da die Open-Source-Welt schnelllebig ist, gilt mein Fedora 13 von damals, dass ja im Mai 2010 erschien, nun schon als alt. Im kommenden Mai soll außerdem schon Version 15 erscheinen. Nun wollte ich aber so spät nicht mehr auf Version 14 umsatteln, wollte mich aber auch nicht im Mai - mitten im Semester - mit Computerproblemen herumschlagen müssen. Also installierte ich gestern kurzer Hand die neueste Vorabversion von Fedora 15 - die so genannte "Alpha" [2].
Um reibungslos eine Versionsnummer überspringen zu können, installierte ich das ganze System neu und dabei wurde mir wieder bewusst, wie einfach das bei modernen Linux-Distributionen inzwischen geht: Alles wird über grafische Oberflächen gesteuert. Wer keine Ahnung hat, muss kaum mehr machen, als immer auf "Weiter" und "OK" zu klicken. Für versierte Tüftler bleibt trotzdem die Möglichkeit, bei jedem Schritt eigene Änderungen vorzunehmen.
Nach der Installation steht dann alles fertig vor einem, sogar Browser, Email-Software und Media-Player sind enthalten. Alles ist selbsterklärend und sieht dabei gar nicht mal schlecht aus. Neue Software installiert man über eine Art Katalog, die Paketverwaltung - natürlich auch inzwischen mit übersichtlicher grafischer Oberfläche.
Neben vielen Bugs - es handelt sich ja noch um eine frühe Test-Phase von Fedora 15 - erwarteten mich auch eine neue grafische Oberfläche (Gnome 3 mit der umstrittenen Gnome-Shell [3]), die neue Version 4 von Firefox [4] und das neue LibreOffice [5] - Konkurrenz-Produkt zu OpenOffice.Org, dass ja jetzt seit Oracles Übernahme durch Sun in Verruf geraten ist - wohl verdientermaßen.
Wer schon nicht auf Linux umsteigen möchte - es könnte einfacher wirklich nicht sein -, sollte sich wenigstens überlegen, OpenOffice.Org zu verbannen und dem inzwischen auf deutschem Boden verankerten [6] LibreOffice den Vorzug zu geben.
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