vom 23.05.2011 um 00:27 Uhr

Tipps und Infos zu Amazon.de

Das US-amerikanische Unternehmen Amazon betreibt seinen deutschen Online-Shop unter der bekannten Adresse amazon.de nun schon seit 1998 mit großem Erfolg. Kein anderer deutscher Online-Händler hat eine dermaßen breite Produktpalette (das Auktionshaus Ebay wird in eine andere Kategorie eingeordnet). Es ist längst Zeit, ein paar Tipps und Infos über den Versandriesen zusammenzustellen.

Seit Amazon den Vertrieb von Artikeln durch Dritte über den Amazon-Marketplace verstärkt fördert, werden Amazon-Suchergebnisse immer unübersichtlicher. Es gibt keine (bzw. keine verlässliche) Möglichkeit auf der Amazon-Webseite, die Suche auf Artikel, die von Amazon versandt werden, zu beschränken. Das ist mindestens darum ärgerlich, weil man beim Kauf über einen Marketplace-Anbieter nicht von den besonderen Versandbedingungen von Amazon profitieren kann.
Eine Artikel-Suche, die Angebote der Marketplace-Anbieter ausblendet, verspricht die Webseite NoMarketPlace.com [1]. Zwar wird man tatsächlich nur in besonders ungünstigen Fällen mal mit einem Artikel konfrontiert, der nicht mehr von Amazon.de angeboten wird. Aber die Suchalgorithmen von NoMarketPlace.com sind im Allgemeinen spürbar schlechter als die auf der offiziellen Amazon-Webseite.
Auch die Suche auf Amapsys [2] blendet Ergebnisse vom Amazon-Marketplace aus. Sucht man hier von Anfang an in der richtigen Kategorie, bekommt man meiner Erfahrung nach sogar bessere Ergebnisse als auf NoMarketPlace.com.

Der eigentliche Sinn der Webseite Amapsys ist allerdings die Überwachung und Beobachtung der Preise von Amazon-Artikeln. Wer häufig bei Amazon einkauft und einen Artikel auch schonmal mehrere Wochen im Einkaufwagen hat liegen lassen, wird bemerkt haben, dass einige Amazon-Artikel starken Preisschwankungen unterworfen sind. Hat man es mit dem Kauf eines bestimmten Produktes nicht eilig, kann es sich auszahlen, diese Schwankungen zu überwachen und erst bei einem Preistief zuzugreifen. Amapsys überwacht die Preise sämtlicher Amazon-Artikel und informiert Benutzer per Email darüber, falls ein beobachteter Artikel eine vorher definierte Schranke unterschreitet.
Den gleichen Service wie Amapsys bietet die Webseite Mein-Wunschpreis.com [3], die aber nur durch ihr ansprechenderes Design punkten kann. In Sachen Verlässlichkeit und Funktionalität ist Amapsys erfahrungsgemäß überlegen.

Was Amazon-Käufer auch regelmäßig beschäftigt, ist die Frage, wie man am günstigsten um die Versandkosten herumkommt: Bekanntermaßen entfallen die Versandgebühren ab einem Bestellwert von 20 Euro. Es gibt nun aber zwei Szenarien, in denen das eine ärgerliche Einschränkung darstellt: Zum einen trifft man auf Amazon häufig auch auf Artikel weit unter der 20-Euro-Marke, die man nicht eben im Geschäft um die Ecke kaufen kann, weil das Amazon-Sortiment einfach konkurrenzlos riesig ist. Im anderen Fall liegen im Warenkorb zufällig gerade Artikel mit einem Wert zwischen 19 und 20 Euro.
Die schon anfangs erwähnte Webseite NoMarketPlace.com bietet für den zweiten Fall den "20€-Auffüller" [4]. Leider wirft diese Suche nach günstigen Artikeln, die die 20 Euro vollmachen sollen, oft Artikel aus, die in Wirklichkeit bereits aus dem Amazon-Sortiment entfernt wurden. Vorzuziehen ist daher vielleicht die Webseite VersandAffe [5], die den gleichen Service etwas verlässlicher erfüllt.
Bei VersandAffe findet man auch eine Lösung für das erste Szenario (Artikel mit Wert weit unter 20 Euro): Hier werden immer die günstigsten Bücher im Amazon-Sortiment gelistet, denn es gilt: Egal, wie gering der Wert der Bestellung (bestehend aus Musik, DVD, VHS, Games und Software) ist - wenn ein Buch darunter ist, entfallen die Versandgebühren. Und Bücher gibt es schon für Preise um einen Euro [6]amazon.de%2Freview%...p=1638&creative=19454[/link]] und man darf ja nicht vergessen, dass man sie auch lesen kann.

Die Versandkosten sparen sich auch Kunden von AmazonPrime [7]amazon.de%2Fgp%2Fsu...p=1638&creative=19454[/link]]: Für 29 Euro kann hier ein ganzes Jahr lang Gratis-Express-Versand genutzt werden. Das beinhaltet insbesondere den Entfall der Versandkosten auch unter 20 Euro und den garantierten Versand zum nächsten Werktag.
Tatsächlich dauert auch der Standardversand von Amazon-Produkten innerhalb Deutschlands nur in Ausnahmefällen mal länger als einen Tag. Nutzt man außerdem den Trick mit dem 1-Euro-Buch für kostenlosen Versand muss man mindestens 30 Bestellungen für unter 20 Euro im Verlaufe eines Jahres tätigen, damit sich AmazonPrime auszahlt. Tatsächlich gibt es natürlich Kunden, die dieses Pensum erreichen, aber in der Regel sollte man sich gut überlegen, ob sich die AmazonPrime-Mitgliedschaft wirklich lohnt.

Zuletzt noch interessantes Wissen über Amazon: Die deutsche Amazon-Webseite wird über Amazon EU S.a.r.l. betrieben - ein Unternehmen mit Sitz in Luxemburg! In Deutschland direkt stehen nur die Versand- und Rücksendezentren (z.B. Bad Hersfeld). Obwohl sich Amazon in der Öffentlichkeit immer einen ziemlich guten Ruf sichern konnte, hat es keine ganz weiße Weste: Verbraucherschützer kritisierten die Durchführung des so genannten Cyber Monday im vergangenen November [8]. Netzaktivisten sahen es nicht gerne, dass Amazon seinen Cloud-Service im Dezember für WikiLeaks sperrte [9]. Und im Januar wurde bekannt, dass eine Sicherheitslücke den unbefugten Zugriff auf Kundenkonten mit einem falschen Passwort ermöglichte [10]. Außerdem gab es schon 2004 Beschwerden deutscher Buchverleger, als Amazon seine Stärke auf dem Markt ausnutzte [11].
Neben dem Versandhandel ist Amazon seit einigen Jahren auch sehr aktiv im neuen Markt des Cloud Computing tätig [12]. Außerdem gehört die große Filmdatenbank "IMDb" [13] zu Amazon. Passend zum Namen Amazon, der an den großen südamerikanischen Fluss Amazonas erinnert, gibt es seit kurzem den Online-Shop Javari.de [14] (benannt nach dem Nebenfluss des Amazonas), der von Amazon betrieben wird, sich auf Schuhe und Handtaschen beschränkt und mit kostenlosem Versand und 365 Tagen Rückgaberecht wirbt.
Zuletzt will ich darauf hinweisen, dass es auf tovotu schonmal einen Artikel zum Thema Amazon gab [15]. Außerdem ist tovotu Teilnehmer am Amazon-Partnerprogramm und verdient unter Umständen Geld, falls Besucher über einen Link auf dieser Webseite auf Amazon.de gelangen und dort einen Einkauf tätigen.



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