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Schlagwort "Kurioses"

Discotel ist meiner Zeit voraus

Dass ich zu Discotel gewechselt habe [1], bringt mir nicht nur Vorteile: Die Mobilbox-Nummer ist ungewöhnlich lang und kompliziert und meinen Kontostand erfahre ich nur, indem ich eine SMS mit dem Inhalt "Guthaben" an die 77277 schicke; das aktuelle Guthaben wird mir dann per SMS zugeschickt. Diese Methode ist aber entgegen der Erwartung schneller, als es irgendjemand vermuten würde - ja, sogar schneller, als irgendein physikalisches Gesetz erlaubt:
Heute verschickte ich um 19:11 Uhr eine solche Guthaben-Anfrage und die Rück-SMS schien in Verzug zu sein. Als ich aber nach einer Stunde auf mein Handy schaute, war da eine ungelesene SMS und wie ich mich gerade mit einem Blick in den Nachrichtenkopf über den späten Versand ärgern wollte, musste ich feststellen, dass man mir die SMS ja schon um 17:11 Uhr geschrieben hatte. Also zwei Stunden, bevor ich überhaupt meine Anfrage versandt hatte - da sage noch mal einer, Discotels SMS Guthaben-Service sei langsamer als *100#...

  1. tovotu.de/archiv/447-D1P...-und-Handy-fr-Extremsparer

19.07.2010 00:39 - Tags: Kurioses Produkte

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Das superüberflüssige Supertaschenmesser

Als kleiner Junge träumte ich immer von einem Taschenmesser mit richtig vielen Funktionen. Zugegebenermaßen war ich nicht mal im Besitz eines Taschenmessers mit wenigen Funktionen, weil meine Eltern das für zu gefährlich und vor allem für überflüssig hielten. Aber wenn ich im Schaufenster von Waffenläden diese schönen roten Schweizer Taschenmesser sah, versuchte ich stets das größte unter ihnen ausfindig zu machen, um meinen Blick dort erstmal einige Minuten voll Bewunderung ruhen zu lassen.

Diese Leidenschaft ist mir inzwischen abhanden gekommen, aber als ich vor wenigen Tagen das Wenger "Schweizer Offiziersmesser Giant" [1] im Internet entdeckte, staunte ich dennoch nicht schlecht. Der Entwickler dieses Taschenmessers hat meine Kindesleidenschaft wohl bis ins Berufsleben beibehalten und sage und schreibe 83 Funktionen auf 24 Zentimetern untergebracht. Was ein so riesiges Gerät noch mit einem Taschenmesser zu tun hat, wird da plötzlich ganz nebensächlich. Man hinterfragt viel mehr, von welcher Tasche im Wort "Taschenmesser" eigentlich die Rede ist. Und 650 Euro erscheinen einem auch angemessen angesichts der einzigartigen Kombination aus Nagelfeile, Lupe, Metallfeile, Holzsäge, Leuchtdiode, Zange, Schere und natürlich unzähligen verschiedenen Schraubendrehern und Messerklingen.

Die Kunden äußern sich übrigens auch sehr begeistert:

"Als ich mir damit die Nasenhaare trimmen wollte, gabs einen Kurzschluss zwischen dem integrierten Flux-Kompensator und der eingebauten Urananreicherungsanlage. Seither hängt mein linkes Nasenloch im Jahr 1808 fest. DANKE WENGER!" von Benjamin Miller

"Was mich nur ein bisschen stört, ist die Tatsache, daß grundlegende Alltagsfunktionen doch teilweise etwas schwer zu erreichen, bzw. zu bedienen sind.
So ist z.B. der integrierte Teilchenbeschleuniger nur dann korrekt in Betrieb zu nehmen, wenn die Nagelfeile und der Korkenzieher in einem Winkel von exakt 107,2 Grad ausgeklappt sind.
Nervig ist auch das unangenehme Summen, das der Schutzschild-Generator von sich gibt, wenn der Schild von Luft-Boden-Rakten getroffen wird.
Außerdem ist die Notfall-Rettungskapsel mit einer Kapazität von 6 Personen eindeutig unterdimensoniert und kann nur dann abgesprengt werden, wenn das Messer sich in waagerechter Lage befindet. Hier sollte der Hersteller eindeutig nachbessern." - von J. Dreste

usw. - siehe Kundenrezessionen

[1] amazon.de/gp/product/B00...54&creativeASIN=B000R0JDSI

    30.12.2009 19:47 - Tags: Kurioses Produkte

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    Was ist eine Looping-Rutsche?

    Wasserrutschen haben nicht selten den Ruf feucht-fröhlicher Kinderbelustigung. Dass es unzählige verschiedene Varianten gibt, die bisweilen eher Ähnlichkeit mit rasanten Achterbahnen aufweisen, hat sich noch erstaunlich wenig herumgesprochen.

    In Deutschland eröffnete vor über einem Jahr sogar eine so genannte Looping-Rutsche, mit der das AquaMagis [1] im nordrhein-westfälischen Plettenberg seit September 2008 wirbt. Das Rutschvergnügen startet hier aus 12 Metern Höhe mit einem sehr starken Gefälle, das sich wie ein freier Fall anfühlen soll, woraufhin der Badegast mit hoher Geschwindigkeit in eine schleifenförmige Bahn geleitet wird, die sehr an einen nicht ganz senkrechten Looping erinnert.
    Die Erfahrung gilt als außergewöhnlich und das Rutscherlebnis soll das eher harmlose Aussehen der Rutschenkonstruktion übertreffen. Einen Eindruck erhält man aus zahlreichen Videos [2].

    In Köln wurde das Prinzip wenig später im Indoor-Erlebnisbad Aqualand [3] mit leichten Veränderungen umgesetzt. Hier startet das Rutschvergnügen aus guten 10 Metern Höhe. Der freie Fall mutet dafür echter an: Als "Raketenstart" wird hier angepriesen, dass man seine Rutschpartie auf einer Falltür beginnt, die nach einem klassischen Countdown unter den Füßen weggezogen wird. Daran schließt sich wieder das starke Gefälle an, wie wir es aus Plettenberg kennen. Bewegte Bilder vom Looping-Erlebnis in Köln gibt es wieder zahlreich im Internet [4].

    Auf mich wirkt besonders das Falltür-Prinzip des Kölner Aqualands reizvoll. Dass das dortige Rutscherlebnis überdacht ist, macht allerdings nur einen architektonischen Unterschied: Auch im AquaMagis kann das ganze Jahr über gerutscht werden. Abschreckend wirkt wiederum, dass in Plettenberg an Wochenenden, Feier- und Ferientagen ein Euro Benutzungsgebühr für die Looping-Rutsche erhoben wird.
    Die Werte der Rutsche aus Plettenberg sprechen allerdings für sich: Man startet aus 12 Meter statt aus 10 Metern Höhe, wird auf 60 statt auf 45 Kilometer pro Stunde beschleunigt und rutscht 80 statt 53 Meter lang. Außerdem liegen die Eintrittspreise des AquaMagis fast 5 Euro unter denen des Kölner Aqualands.

    Leider hatte ich bis dato noch nicht das Vergnügen eine dieser Rutschen selbst auszuprobieren, doch ich werde selbstverständlich Bericht erstatten, sollte ich je in diesen Genuss gekommen sein. Aufregend hört sich das Konzept nämlich auf jeden Fall an und ich werde sicherlich nicht die Gelegenheit verschmähen, sollte sie sich mir je bieten.

    [1] aquamagis.de
    [2] youtube.com/watch?v=G3XXnXjfoTs
    [3] aqualand.de
    [4] youtube.com/watch?v=xQ9E4LhOE_I

      26.12.2009 15:05 - Tags: Kurioses Wissen

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      Bacheloruddannelse i elektronisk musik komposition

      In der dänischen Stadt Århus wohnen immerhin dreihunderttausend Einwohner. Für Dänemark ist das beachtlich. Neben den vielen Einwohner, dem schönen Stadtbild und dem bemerkenswerten Anfangsbuchstaben hat diese Stadt noch etwas anderes zu bieten: "Det Jyske Musikkonservatorium" (DIEM). [1]

      Die "Royal Academy of Music" ist aber nicht nur ein gewöhnliches Musikkonservatorium. Hier kann man abgesehen von den klassischen musikalischen Bildungswegen einen ganz besonderen Studiengang absolvieren: "Bachelor in Electronic Music". Daran können sogar verschiedene spezialisierte Master-Studiengänge angehängt werden.

      Dass aus Dänemark gute elektronische Musik kommt, weiß ich schon länger [2]. Es ist umso aufregender zu erfahren, dass meine geliebte elektronische Musik inzwischen sogar einen eigenen Studiengang bekommen hat. Ich bin gespannt, ob man in den nächsten Jahren von dem ein oder anderen Abgänger dieser Hochschule etwas hören wird.

      Wie bei allen künstlerischen Studiengängen ist auch hier das Auswahlverfahren ziemlich streng. Es werden nicht allzu viele Bewerber genommen und man muss bereits einige "Werke" vorzeigen können. Eventuell wird man zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Die Lehrveranstaltungen werden aber anscheinend auf Englisch abgehalten.

      [1] diem.dk (Man kann die Seite auch auf Deutsch anzeigen lassen)
      [2] myspace.com/trentemoeller

        09.12.2009 20:04 - Tags: Kurioses Karriere

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        Schweizer Firma produziert in Chile Schokolade mit deutschem Namen

        Bis Freitag beherbergte meine Familie einen netten jungen Mann aus Chile für mehrere Monate. Mir brachte er als Mitbringsel aus seinem Heimatland unter anderem eine Tafel Schokolade mit, die es in sich hat.

        Es handelt sich um eine etwas groß geratene (180g) "Barra de Chocolate de Leche con Almendras Enteras" (Milchschokoladentafel mit ganzen Mandeln). Auf der Vorderseite ist ein Eichhörnchen und ein gut lesbarer Nestlé-Schriftzug zu erkennen. Auf der ganz in Gelbtönen gehaltenen Verpackung findet sich nur Text in spanischer Sprache - fast: Ein riesiger roter Blockschriftzug an den Seiten und auf der Vorderseite verkündet unverkennbar "SAHNE-NUSS".

        Das wäre ja nicht weiter verwunderliche, wenn diese Schokolade nicht gerade aus Chile kommen würde. Dort jemanden zu finden, der Deutsch spricht und also diesen Schriftzug versteht, dürfte gar nicht so einfach sein. Und trotzdem scheint die schweizer Firma Nestlé es für sinnvoll erachtet zu haben, bei ihrer Niederlassung in Chile die Vermarktung einer Schokoladenverpackung mit deutscher Bezeichnung in Auftrag zu geben ...

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