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Im aktuellen
Media-Markt-Prospekt "Tiefste Preise im Hochsommer" auf
Seite 4 kann man das grazilste und kraftvollste Stück
Technik bewundern, das dieser Planet seit der Erfindung
des Rads hervorgebracht hat: Ein Laptop, der "Kann
alles, hat alles!" Wer Augen im Kopf hat, der
staune!
Fast ein halber Meter Bildschirmdiagonale
Mobilität muss ganz neu definiert werden: Das
Notizbuch (engl. Notebook) im Kinoformat. Dass der Akku
mit 70 Wattstunden nur 3 Stunden hält, stört dabei
überhaupt nicht: nach 10 Minuten sind die Beine eh
eingeschlafen, wenn man das 5 Kilo-Leichtgewicht auf
dem Schoß hat.
High-End-Workstation für den Kofferraum
Dass angesichts der geballten Leistung jeder Rucksack
oder Bollerwagen [1] versagt, stört nicht.
Dieser Laptop ist für alle, die ohnehin nie wussten,
was sie mit dem Kofferraum ihres Kombis anfangen
sollen. Dafür ersetzt diese Eier legende Wollmilchsau
auch gleich den Camcorder mit der HD-Webcam, den
Heimserver mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ("Starkes
Stück") und 1,28 Terabyte Festplatte ("die neue
Tera-Ära") und die Multimedia-Workstation mit
Vierkernprozessor ("der schnelle Prozessor"),
integriertem 5.1-Soundsystem und
1024-Megabyte-Grafikchip. Mit dieser "Ultimative[n]
Grafikkarte" braucht man auch für die neuesten
3D-Spiele keinen unhandlichen Desktop-Rechner mehr.
Komfort und Design
in Vollendung
Für "höchsten Komfort per Fingertip" sorgt das
sensible "Duo Touchpad" und wer den Komfort-Kick
schlechthin sucht, wird mit dem "silbernen
Lautstärkeregler" mehr als bedient. Ein gebürstetes
Aluminium-Gehäuse lässt MacBook-Nutzer vor Neid
erblassen. Bei jedem Start 20 Zeichen lange Passwörter
eingeben ist Vergangenheit mit dem Fingerabdruck-Sensor
für "mehr Sicherheit" [2].
Der hellste Stern am Laptop-Himmel
Mit seiner Portabilität, seiner Ausstattung, seiner
Eleganz und einem einzigartigen Look and Feel
(zugeklappt vier Zentimeter flach) erschlägt dieser
Laptop alles, was es bis heute unter dem Namen "Laptop"
zu kaufen gab. Und dieser ewige Ruhm steht unter dem
Zeichen des Laptopherstellers mit der wohl am wenigsten
umstrittenen Reputation auf dem Notebookmarkt: Acer.
Ja, wieder setzt Acer den neuen Trend: Wo alle dachten,
Netbooks und Tablets mit sparsamen Intel
Atom-Prozessoren übernähmen den Markt [3],
zeigt Acer völlig überraschend und sensationell
überzeugend die neue Richtung an.
Vergessen Sie ihre Pläne für ein
Multimedia-Wohnzimmer mit Plasmafernseher,
BluRay-Recorder und Surround-Soundsystem und
investieren Sie Ihre hart ersparten 2000 Euro in etwas
Sinnvolles: Das Acer Aspire 8943G mit vollen zwei
Jahren Herstellergarantie und dem Glanz von 50
Jahrtausenden Technikgeschichte. Schlagen Sie jetzt
zu!
Das Album "Last Resort" des
dänischen Elektromusikers Anders Trentemøller stellte
2007 gewissermaßen meinen Zugang zu elektronischer
Musik jenseits des Mainstreams dar. Mit den
"Chronicles", zahlreichen Single-Erscheinungen und
Remixes wurde ich immer wieder in meinem positiven
Eindruck von der Musik Trentemøllers bestätigt.
Mit Erscheinen der Harbour Boat Trips wurde langsam deutlich, dass Trentemøller im Begriff war, neue Wege zu beschreiten: Auf der Compilation, die bei dem neuen Label "hfn music" erschienen war, befanden sich hauptsächlich Remixe - aber nicht (wie gewohnt) von Techno-Tracks, sondern von waschechten Rock- und Pop-Songs. Das hatte musikalisch kaum noch etwas mit "Last Resort" zu tun - nur der eingefleischte Trentemøller-Kenner glaubte noch die charakteristische Stimmung herausfühlen zu können.
Seit der Single "Sycamore Feeling" scheint es offiziell zu sein, dass Trentemøller sich mit dem "Boat Trip" endgültig in neues Fahrwasser begeben hat. Auf seinem neuen Album "Into The Great Wide Yonder", das am 28. Mai in drei Ausführungen erschienen ist [1], präsentiert er zehn neue Tracks. Ich nenne die "Special Edition" (mit DVD) seit Samstag mein Eigentum und will mich hier an eine Analyse wagen, nachdem ich bereits einige Tage reinhören konnte.
Unter den zehn Titeln befinden sich immerhin vier
waschechte "Songs", die in Zusammenarbeit mit
unterschiedlichen Sängerinnen und einem Sänger
aufgenommen wurden: Traten die Vocals in "Last Resort"
noch gemäß Elektro-Tradition hauptsächlich als
gleichberechtigt zu den restlichen Klängen auf, so
finden sich hier in Manier der Pop/Rock-Musik
Gesangsstimmen, gegenüber denen der instrumentale und
elektronische Teil der Musik zunehmend eine begleitende
Rolle einnimmt.
Außerdem bedient sich Trentemøller immer häufiger
Rhythmen und Beats, die aus der Pop/Rock-Musik bekannt
sind (man beachte das durchgängige Beat-Pattern bei
"Silver Surfer, Ghost Rider Go!!!").
Beim Hören wurde ich immer wieder an das Debut-Album
von Polarkreis 18 erinnert (besonders "Shades Of
Marble"). Und gleichzeitig klang in "Silver Surfer,
Ghost Rider Go!!!" Bekanntes aus dem Klassiker "Rocker"
von Alter Ego an.
Der abschließende Song "Tide" hätte in einer
Offstream-Filmproduktion einen sicherlich großartigen
Soundtrack abgegeben. Und damit sind wir auch schon bei
der Zusammensetzung des Albums: Auswahl und Reihenfolge
der Titel machen einen runden und in sich geschlossenen
Eindruck. "The Mash And The Fury" bietet zwar einen
nicht ganz leicht verdaulichen Einstieg. Nach dem
Höhepunkt bei Titel 8 stellen "Neverglade" und "Tide"
aber einen guten Abschluss dar.
Wie bei Harbour Boat Trips unterscheiden sich die musikalischen Formen in "Into The Great Wide Yonder" zwar grundlegend von den althergebrachten ("Last Resort"). Die für Trentemøller charakteristischen Tendenzen zu düsterer, geheimnisvoller, manchmal träumerischer und immer ausdrucksstark-emotionaler Musik finden sich aber auch in seinem neuesten Album wieder. Obwohl die Musik populäre Formen anzunehmen scheint, ist sie doch ernster geworden. Und obwohl ich an der CD die bahnbrechende Eigenständigkeit und musikalisch-schöpferische Bedeutungsschwere des Debut-Albums nicht wiederfinden kann, räume ich "Into The Great Wide Yonder" herausragende Hochwertigkeit auf allen musikalischen Ebenen ein, indem ich mit dem wirklich lesenswerten Laut.de-Review von Matthias Manthe weitgehend übereinstimme [2].
Die der Special Edition beiliegende DVD enthält übrigens eine Live-Videoaufnahme vom Roskilde-Festival ("Silver Surfer, Ghost Rider Go!!!"), wo die Musik von einer wirklich beeindruckenden Bühnen-Performance begleitet wurde. Dazu gibt es das offizielle Musikvideo der Single "Sycamore Feeling". Außerdem kommt die "Special Edition" in einer hochwertigen Verpackung mit (leider gefaltetem) Poster daher. Das edle Stück kann man in der Picasa-Galerie angucken, zu der ein Klick auf das Artikelbild führt.
[1] amazon.de/gp/product/B00...54&creativeASIN=B003A3K37O
amazon.de/Into-Great-Wid...usic&qid=1275468150&sr=8-4
(Special Edition mit DVD)
amazon.de/Into-Great-Wid...usic&qid=1275468150&sr=8-6
(Vinyl LP)
[2] laut.de/Trentemller/Into...at-Wide-Yonder-%28Album%29
Am gestrigen Samstag,
30. Januar 2010, fand seit über 8 Monaten endlich
wieder eine Ska-Night statt. Seit ich erstmals in den
Genuss einer solchen Ska-Night kam, sind inzwischen
ungefähr fünf Jahre und viele weitere Ska-Nights
vergangen. Ich muss leider sagen, dass die Alte Piesel
zu Dirlos mich gestern vielleicht das letzte Mal als
Besucher hatte.
Spätestens Ende des Jahres 2008 begannen die
Veranstaltung in der Alten Piesel langsam an Qualität
zu verlieren. Es fanden insbesondere immer weniger
Ska-Nights und immer mehr Band-Abende anderer Art
statt, an denen häufig blutjunge Newcomer-Bands ihre
ersten Gigs erlebten. Ein Blick in den
Veranstaltungskalender verschob das Bild sogar noch in
eine andere Richtung: Immer mehr Ü30-Events wie die
wöchentlich stattfindenden Flower-Power-Dancenights
überfluteten das Programm.
Die Ska-Nights und sonstigen Band-Abende verloren
dementsprechend auch zunehmend ihr Publikum. Als ich
2009 das letzte Mal in der Alten Piesel war, erklärte
man die Veranstaltung bereits vor 0 Uhr für beendet,
nachdem kaum 30 Besucher erschienen waren.
Inzwischen hat sich die Alte Piesel anscheinend
gänzlich von dem ehemaligen Image einer Party-Zuflucht
junger Teenager, die aufgrund ihres Alters nirgends
hereingelassen wurden, verabschiedet: Am gestrigen
Abend musste ich feststellen, dass der
Altersdurchschnitt im ohnehin schon erschreckend
kleinen Publikum über die 30 gerutscht war. Ich
erblickte sogar einige, die sich gemütlich mit
Rotweingläsern an Tischen niedergelassen hatten.
Entgegen der Ankündigung im Internet verlangte man an
der Abendkasse stolze acht Euro Eintritt - kein Wunder,
dass da keine 15jährigen Teenager mehr kommen!
Von den zwei angekündigten Bands war eine ausgefallen.
Als Ersatz spielte zuerst eine Band namens "Alles
Franziska", die so viel mit Ska zu tun hatte wie ein
Beerdigungsmarsch. Kurz vor elf Uhr trat dann endlich
Ska-Brot auf die Bühne, und die wenigen U20-Besucher
wagten es immerhin jetzt, die Tanzfläche zu
erobern.
Abgesehen von dem kläglichen Haufen, der gestern in
der Alten Piesel war, scheinen die Ska-Fans in Fulda
ausgestorben zu sein. Es kann aber auch genauso gut
sein, dass die Alte Piesel ihre Reize einfach völlig
verloren hat. Mit hohen Eintrittspreisen und immer
selteneren Veranstaltungen fürs junge Publikum, die
dazu noch schlecht angepriesen und durchgeführt
werden, ist die Piesel ihrer Bedeutung von vor vier bis
fünf Jahren gänzlich verlustig gegangen.
Für mich war es mit hoher Wahrscheinlichkeit der
letzte Besuch in der Alten Piesel. Denn abgesehen
davon, dass hier keine großen Exzesse mehr zu erwarten
sind, werde ich noch dieses Jahr Fulda auf unbestimmte
Zeit den Rücken kehren.
Jüngst machte ich ganz
hervorragende Erfahrungen mit dem
Amazon.de-Kundenservice, den ich an dieser Stelle
einmal lobend erwähnen möchte.
Ein über Amazon.de bestellter Artikel war auch nach Tagen noch nicht angekommen. Günstigerweise lässt sich jede über Amazon in Auftrag gegebene Sendung nachvollziehen und so fand ich über meine Kontenverwaltung ganz unkompliziert online heraus, dass die Bestellung bereits Minuten nach meinem Auftrag herausgegangen war. Dank des DHL-Sendungscodes war es weiterhin möglich zu erfahren, dass das Paket ohne Verzögerung am Vormittag des folgenden Tages abgeliefert worden war. So stand es zwar im Internet - tatsächlich war beim Empfänger aber nichts angekommen.
Ein Anruf bei DHL ergab, dass das Paket wohl vor der Haustüre abgelegt worden war: eine völlig unprofessionelle Leichtsinnigkeit in einem Mehrfamilienhaus! Um die Sendung zu reklamieren, musste jedoch der Versender - Amazon.de - eingeschaltet werden.
Auf der Amazon.de-Hilfe-Seite bei "Wie kann ich den Kundenservice kontaktieren?" verriet man mir eine kostenlose 0800-Nummer, unter der ich mich mit dem Kundenservice immerhin von 7.30 bis 20 Uhr täglich in Verbindung setzen konnte. Unter dieser Nummer erreichte ich sofort und ohne jede Wartezeit einen sehr freundlichen und kompetenten Mitarbeiter von Amazon, der sich der Sache ohne Umschweife annahm: Er bestätigte, was ich bereits in Erfahrung gebracht hatte, durch eine Anfrage bei DHL und bot sofort an, einen Ersatz für den Artikel zu senden.
Damit war die Sache geregelt. Ich fühle mich in meinem bisherigen Vertrauen zu Amazon bestätigt. Andere Online-Shops behaupten, sie könnten sich bei billigen Preisen keinen guten Service leisten. Und Media-Markt und Co. belieben sich darauf zu berufen, dass im Internet ja gar kein vergleichbarer Service möglich sei. Meiner Erfahrung nach zeigt Amazon beiden Parteien sehr überzeugend das Gegenteil. Nur weiter so!
Von schlechten Erfahrung mit der DHL kann ich dagegen übrigens inzwischen ein Lied singen [1]. Und bei solch schlechten Bedingungen wollen sie sogar noch mehr Stellen abbauen!
[1] tovotu.de/archiv/75-Nie-wieder-Pckchen-versenden
Unter dem Stichwort
"Piraten" findet man bei google.de sofort die Homepage
der Piratenpartei und dann erst den Wikipedia-Artikel
über das, was man Jahrhunderte lang unter dem Begriff
verstand [1]. Die Piraten von Somalia sind immerhin
noch in der News-Ergebnissen zu finden, aber eigentlich
auch kein Thema mehr.
Wer nicht direkt hinterm Mond lebt, wundert sich
natürlich nicht über dieses Suchergebnis. Ein
Wahlergebnis dieser Form allerdings halten alle für
unmöglich: Die Fünfprozenthürde ist allgemein als
für die Piraten unüberwindlich anerkannt.
Die Piratenpartei ist in der Netzgemeinde in aller
Munde. Umfragen im Internet zu den Bundestagswahlen
lassen die Piratenpartei mit den Grünen gleichziehen
(siehe SchuelerVZ), in einschlägigen Internetforen
erreichen sie sogar eine absolute Mehrheit (etwa
bsdforen.de). Wieso sollten sie dann bundesweit nicht
mal auf fünf Prozent der Stimmen kommen? So klein ist
die Netzgemeinde nun wirklich nicht!
Ich vernahm sogar bereits in Foren der Piratenpartei
selbst vereinzelt Stimmen frustrierer Parteimitglieder,
die davor zurückschräken, für die Piratenpartei zu
stimmmen, da die ja ohnehin nicht in den Bundestag
kommen werde.
Wer mit dem Wahlprogramm der Piratenpartei sympathisiert, sie aber dennoch nicht wählen möchte, hat gewöhnlich zwei Gründe: "Sollte die Partei es nicht in den Bundestag schaffen, wäre meine Stimme vertan" und "Die Ansätze sind gut, aber das Wahlprogramm ist nicht umfassend genug".
Zugegebenermaßen ist
der erste Grund so tiefreichend, dass er in mir das
Verlangen nach einer Wahlreform auslöst: Um den
kleinen Parteien mehr Chancen auf einen Einstieg zu
geben, sollte man eine "Alternativzweitstimme"
einführen. Man wählt zwei Parteien, von denen die
zweite nur dann die Stimme bekommt, wenn es die erste
aufgrund der Fünfprozenthürde nicht ins Parlament
schaffen würde. Aber auch ohne diese Wahlreform sollte
man das erste Argument nicht zu hoch einschätzen: Jede
Zweitstimme, egal ob die Fünfprozenthürde geschafft
wird, kommt der gewählten Partei durch entsprechende
Förderung vom Bund finanziell zugute. Und gerade eine
kleine Partei, wie die Piratenpartei ist auf jeden Euro
angewiesen - in dieser Partei gibt es bislang nur
ehrenamtliche Mitglieder!
Die Widerlegung des zweiten Arguments erfordert eine andere Sichtweise: Eine Partei, die die alleinige Regierung anstrebt, sollte auch ein entsprechend umfassendes Wahlprogramm vorzeigen. Aber das trifft kaum auf alle Oppositionsparteien zu. Ganz im Gegenteil sollten die sich doch auf einzelne Themengebiete spezialisieren, um ein besonders breites und differenziertes Spektrum an Meinungen garantieren zu können.
Ich möchte an dieser Stelle also betonen, dass eine
Zweitstimme für die Piratenpartei nicht als so sinnlos
angesehen werden sollte, wie sie häufig hingestellt
wird. Dabei steht die Piratenpartei nur stellvertretend
für all die anderen kleinen und spezialisierten
Parteien, die endlich mal die Chance erhalten sollten,
die eintönige Parteienlandschaft von heute
aufzukrempeln.
Wer sich umgekehrt bis dato nicht mit dem Programm der
Piratenpartei auseinandergesetzt hat, sollte das
dringend tun [2]. Denn der Name "Piraten" ist leider
sehr ungünstig gewählt, wie man an den zahlreichen
falschen Vorurteilen über diese Partei merkt.
[1] < google.de/#q=piraten
(25. September 2009) >
[2] piratenpartei.de/tmp/Wah...amm_Bundestagswahl2009.pdf

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