archiv

« » September 2010
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Heute
    2 3 4 5
6 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30      

tagwolke

feed

statistik

#artikel 362
#kommentare 384
#gbuch-einträge 35
#links 581
#besucher 25236
heute 23
diesen monat 397
letzten monat 2940
netcup Webhosting - 1 GB Space, Traffic kostenlos, 1,79 Euro

related

partnerseiten

  • flatony.de
  • e.at.chi.kaen - Yet another stupid Weblog
  • Flatony@MySpace

Schlagwort "Produkte"

Das InterRail-Ticket: Über vermeintliche Spontaneität, versteckte Preise und sonstige Fallstricke

Vom legendären Eurotrip [1], bei dem alle bekannten, großen und schönen Städte Europas in einer großen Reise abgeklappert werden, träumen nicht nur Nicht-Europäer: Es handelt sich dabei um eine beliebte Beschäftigung für die Zeit zwischen Abitur und Studium oder für die vorlesungsfreie Sommerzeit.
Zu Zeiten von Hochgeschwindigkeitszügen und billigen Youth Hostels stellt man sich das auch gar nicht mehr teuer vor: Mit einem großen Rucksack bepackt und einem Europa-Zugticket, dem so genannten InterRail-Ticket, ausgestattet könne selbst ein mittelloser Student auf große Reise gehen.
Welche falschen Vorurteilen sich in dieser Vorstellung verstecken und wie man sich so einen InterRail-Trip am ehesten vorstellen kann, versuche ich im Folgenden zu erläutern.

Auf der Seite der Deutschen Bahn [2] können die InterRail-Tarife für deutsche Bundesbürger ziemlich übersichtlich eingesehen werden. Hier entsteht aber schon die erste Illusion: Weil die DB auf ihrer Webseite viel zu wenige weiterführende Informationen anbietet, entgehen dem interessierten InterRail-Käufer alle weiteren entstehenden Kosten und eine ausführliche Liste der teilnehmenden Bahngesellschaften.
Wer dazu nähere Informationen einholen möchte, schaut am besten auf dem internationalen und offiziellen Informationsportal [3] des "InterRail Europe Train Pass" nach. Unter "Planning" kann man dort eine übersichtliche Karte Europas mit den relevanten Zugverbindungen herunterladen. Außerdem gibt es dort Informationen, welche Züge vorab reserviert werden müssen und welche zusätzlichen Kosten dabei anfallen.
Im Einzelfall kann auf der Webseite der Österreichischen Bundesbahn [4] angezeigt werden, ob eine ganz bestimmte Zugverbindung reservierungspflichtig ist oder nicht. Verlässliche Informationen darüber, welche Gebühren anfallen werden, erhält man aber fast ausschließlich am Bahnschalter!

Zu den Reservierungsgebühren, die für Inhaber des InterRail-Tickets anfallen, seien einige Anmerkungen gemacht: Reservierungspflichtige Züge gibt es in fast jedem Land (außer z.B. der Schweiz) und Gebühren für eine Zugfahrt können in Höhe von 4 bis 85 Euro in der zweiten Klasse anfallen. Deutlich über 20 Euro werden allerdings nur in Ausnahmefällen wie dem EuroStar, der unter dem Ärmelkanal durchfährt, verlangt. Die Benutzung von Nachtzügen fällt bisweilen noch teurer aus: Die Preise für Nachtzüge unterscheiden sich stark (nicht nur abhängig vom gewählten Abteil und Komfort). Ein einfacher Sitzplatz kann für ca. 8 Euro zu haben sein, ein Liegeplatz im 6er-Abteil kostet 25 bis 50 Euro und für 4er-Abteile und besser fallen entsprechend Preise bis über 100 Euro an.
Im Einzelfall kann man nur sicher über die anfallenden Kosten sein, wenn man am Bahnhof direkt nachfragt. Nur dort können die nötigen Reservierungen schließlich getätigt werden!
Bei alldem ist auch zu beachten, dass ein InterRail-Ticket nie im Heimatland des Inhabers gültig ist. Das hat den unangenehmen Nebeneffekt, dass die erste Zugfahrt, mit der man sein Heimatland verlässt, sowie die entsprechende Rückfahrt bezahlt werden müssen. Die Interrailer erhalten aber auf diese Fahrten immerhin gewisse Vergünstigungen, die am Bahnschalter erfragt werden können.

Vielen schwebt mit dem Erwerb des InterRail-Tickets auch die große Flexibilität und Spontaneität vor, die mit einem solchen Allround-Tickets einherzugehen scheint. Wer aber nicht rechtzeitig plant und in den meisten Fällen auch verbindliche Buchungen vornimmt, wird keinen Spaß mit seinem InterRail-Ticket haben.

Die oben genannten Zugreservierungen sollten schon Tage oder Wochen vor der Fahrt getätigt werden. Zum einen sind Züge auf viel befahrenen Strecken tatsächlich bisweilen Tage vorher ausgebucht. Zum anderen ist zusätzlich das Fahrkarten-Kontingent für InterRail-Benutzer begrenzt. Man muss außerdem leider sagen, dass man selbst an Bahnschaltern oft falsche Informationen über die Verfügbarkeit bestimmter Plätze bekommt. Für mehrere Schnellzüge und zwei Nachtzüge, die wir in Genf nicht buchen konnten - sie waren angeblich ausgebucht -, konnten wir in Marseille problemlos Plätze reservieren.
Bei der Reservierung von Zügen ergeben sich noch weitere Probleme: Wer in der Schweiz ausländische Züge buchen will, muss damit rechnen, 5 Franken (etwa 3,50 Euro) Aufschlag zu bezahlen. Einen solchen Aufschlag verrechnete man weder in Frankreich noch in Spanien. In Portugal wiederum war es überhaupt nicht möglich, ausländische Züge zu reservieren. Wenn man Portugal also mit einem bestimmten Zug verlässt, muss man eventuelle Anschlusszüge kurzfristig am Umsteigebahnhof buchen, wenn man das nicht schon vor der Einreise nach Portugal erledigt hat. Ähnliche Probleme könnten sich in anderen Ländern ergeben - eine frühzeitige Planung und Buchung kann dem Interrailer diese Strapazen ersparen.

Die Unterkunft bei einem solchen EuroTrip ist übrigens nicht so einfach gefunden, wie man sich das bisweilen vorstellt.
Zelten ist durchaus nicht die einfachste und billigste Variante. Auch hier fallen Zeltplatzgebühren an und abgesehen von dem geringen Komfort, den man beim Zelten im Allgemeinen erfährt, dürfte es mühsam sein, ständig ein Zelt (zzgl. Isomatte und Schlafsack) mit sich herumzutragen, das man bei häufigem Ortswechsel abends auf- und morgens wieder abbauen und bei Regen notgedrungen nass wieder in die Schutzhülle stopfen muss. Zeltplätze sind gerade in großen Städten eher ungünstig gelegen, sodass weitere Kosten für den Transfer in die Innenstadt anfallen können.
Auch in Hostels kommt man nur günstig unter, wenn man frühzeitig bucht. Man sollte sich wirklich ersparen, ohne Buchung in eine bestimmte Stadt zu kommen, um dann zu erfahren, dass gerade eine besondere Veranstaltung einen Besucheransturm provoziert, sodass alle günstigen Übernachtungsmöglichkeiten bereits ausgebucht sind.
Buchungen nimmt man am besten bei großen Webseiten wie Hostelworld [5] vor, wo man gute Möglichkeiten hat, Preise zu vergleichen, Verfügbarkeiten zu überblicken und Erfahrungsberichte zu lesen.

Auch bei günstigen Hostels kann man im Sommer mit durchschnittlichen Kosten von knapp unter 20 Euro pro Nacht - zumeist ohne Frühstück - rechnen. Über den Tag kommt man wohl nicht mit weniger als 10 Euro aus, man sollte eher mit 15 Euro oder mehr rechnen. Pro Zug fallen durchschnittlich 5 Euro Reservierungsgebühren an. Die genannten Kosten können sich stark vermehren, wenn man in teuren Ländern wie der Schweiz oder Schweden unterwegs ist, viele Museen besucht, in Restaurants speist, viele Nachtzüge und internationale Fernzüge verwendet oder Taxi-, Metro-, Tram- und Busfahrten reichlich in Anspruch nimmt.

Außerdem sollte man sich keinen Illusionen hingeben, wie viele unterschiedliche Orte man in einer bestimmten Zeit besuchen kann. Wer beispielsweise alle großen Hauptstädte Europas auf seinem InterRail-Trip besuchen will, sollte extrem lange Zugfahrten und eine Gesamtreisedauer von mindestens einem Monat einplanen, in der man nur höchstens eine Übernachtung in jeder Stadt erlebt.
Ein Dilemma bleibt: Wer nicht viel Zug fährt und sich lange an einem Ort aufhält, für den rentiert sich das InterRail-Ticket womöglich preislich nicht. Wer die Möglichkeiten des InterRail-Tickets ausnutzen will, muss mit langen Zugfahrten und wenig Zeit an jedem einzelnen Ort rechnen. Auf meinem vergangenen InterRail-Trip habe ich beispielsweise fast jeden Tag mindestens einen Zug benutzt und kam so insgesamt auf Zugkosten von unter 400 Euro in 15 Tagen. Ohne InterRail-Ticket wären Kosten von mindestens 700 Euro angefallen. Ich halte es kaum für möglich, mehr als 4 Länder in 15 Tagen zu besuchen, wenn man nicht unvernünftig lange Zugfahrten in Kauf nimmt.
Die Gesamtkosten für die 15tägige Reise beliefen sich auf etwa 1000 Euro und ich halte das für einen ziemlich niedrigen Wert. Ob man sich als Student also eben mal einen solchen Trip leisten kann, ist fraglich.

Als Fazit bleibt also zu sagen: Ein InterRail-Trip kann nur schwerlich ein richtiger Eurotrip werden, schon gar nicht ein günstiger. Hoffnung auf besondere Spontaneität sollte man sich nicht machen, sondern im Vornherein so viel wie möglich buchen und reservieren. Und zuletzt sollte man nicht blind davon ausgehen, dass sich das InterRail-Ticket in jedem Fall preislich lohnt. Für Frühbucher gibt es nicht nur in Deutschland ziemlich günstige Zugfahrten und daher sollte nicht nur, wer lieber eine Hand voll Städte besichtigen will und dort jeweils mindestens 3 Tage bleiben möchte, unbedingt die Rentabilität des InterRail-Tickets ausführlich prüfen.

  1. tovotu.de/archiv/27-Eurotrip--Humor-der-Klischees
  2. bahn.de/p/view/angebot/p...sse/interrail/preise.shtml
  3. interrailnet.com
  4. oebb.at
  5. hostelworld.com

Die geheimen Tarife der Mittelrheinbahn

Zwischen Mainz und Köln fährt seit Anfang des Jahres 2010 die Mittelrheinbahn (MRB) [1]. Diese Strecke legt der in Gelbtönen gehaltene Zug in ca. dreieinhalb Stunden entlang des Rheins zurück. Das Besondere an der Mittelrheinbahn ist, dass sie von dem privaten Unternehmen trans regio unterhalten wird, das sogar eigene Fahrkartenautomaten an den Bahnhöfen aufgestellt hat. Die Strecke von Mainz nach Köln führt allerdings durch drei unterschiedliche Verkehrsbundgebiete:  RNN, VRM und VRS.
Das hat zur Folge, dass - trotz der speziellen Fahrkartenautomaten - keine Möglichkeit besteht, den Tarif von Verkehrsbund übergreifenden Strecken zu ermitteln. Will ich beispielsweise von Mainz nach Koblenz, kann mir keine der Verkehrsbund-Webseiten (RNN, VRM oder VRS) eine Auskunft darüber geben, was ich auf dieser Strecke bezahlen muss. Die Webseite der Deutschen Bahn scheint besser informiert: 17,10 Euro verlangt man dort für diese Nahverkehrsstrecke - ganz schön happig!

In meinem Fall ging es um die Strecke von Mainz nach Bonn. Wieder wusste nur die Webseite der DB Bescheid: Eine Fahrt mit der MRB sollte hier 26,30 Euro kosten. Eine Recherche nach den Kosten für die einzelnen Teilstrecken ergab:

Mit RNN von Mainz nach Bacharach: 7,80 Euro
Mit VRM von Oberwesel nach Rolandseck: 14,30 Euro
Mit VRS von Bonn-Mehlem nach Bonn: 2,40 Euro

Die einzelnen Tickets aus den Zuständigkeitsbereichen der einzelnen Verkehrsbünde kosteten also zusammen 24,50 Euro. Das konnte ich mir immerhin noch damit erklären, dass damit ja jeweils die Übergangsgebiete nicht inbegriffen waren. Aber dass ich für die ca. 140 Kilometer zwischen Bonn und Mainz doppelt so viel zahlen sollte wie für die 140 Kilometer zwischen Fulda und Mainz, die im RMV-Gebiet regulär 13,35 Euro kosten, wollte mir nicht einleuchten.

Eine Anfrage beim Kundenservice von trans regio ergab, dass die billigere Variante das Rheinland-Pfalz-Ticket sei, dass tatsächlich einen Gültigkeitsbereich von Mainz bis Bonn habe und für eine einzelne Person nur 20 Euro koste [2]. Der Preis erschien mir wiederum angemessen angesichts der Tatsache, dass damit einen ganzen Tag lang Fahrten in ganz Rheinland-Pfalz abgedeckt waren. Aber im Endeffekt war auch das immernoch teurer als die Strecke von Fulda nach Mainz.
Unglaublicherweise braucht die Mittelrheinbahn übrigens für jene Strecke von Mainz nach Bonn drei Stunden, während man in gut zwei Stunden mit dem öffentlichen Nahverkehr von Fulda nach Mainz gelangt. Dabei muss man im Gegensatz zur Fahrt mit der Mittelrheinbahn sogar noch umsteigen!

Tatsache bleibt aber, dass durch den Geheimtipp "Rheinland-Pfalz-Ticket" die Kosten auf Strecken, die die Mittelrheinbahn enthalten, reduziert werden können. So will die Bahn etwa zwischen Mainz und Köln im Nahverkehr 30 Euro. Nimmt man aber das Rheinland-Pfalz-Ticket bis Bonn und löst danach ein Ticket bis Köln, bezahlt man nur 26,60 Euro.
Noch unverschämter ist dagegen der Preis für die Verbindung zwischen Fulda und Bonn mit Nahverkehrsmitteln: Die Webseite der DB veranschlagt für diese Route 41,90 Euro. Mit dem Rheinland-Pfalz-Ticket und der Einzelfahrt von Fulda nach Mainz fallen aber nur 33,35 Euro an.

Schließlich bleiben die Tarife der Bahn aber verbindlich für alle BahnCard-Besitzer: Auf das Rheinland-Pfalz-Ticket gibt es für die nämlich keine Vergünstigungen. 
Außerdem bin ich nach dieser ausführlichen Recherche zu dem Schluss gekommen, dass die MRB für längere Strecken einfach überhaupt nicht geeignet ist - dafür ist sie zu langsam und zu teuer. Von Mainz nach Köln kommt man (ohne Umsteigen) schließlich auch mit dem IC und das kostet dann zwar 36 Euro, aber dafür sitzt man auch nur die Hälfte der Zeit im Zug - nämlich 100 statt 200 Minuten. Und wer die goldene Mitte sucht, fährt alternativ für reguläre 30 Euro mit zwei REs von Mainz nach Köln in 150 Minuten.

  1. mittelrheinbahn.de
  2. bahn.de/regional/view/re...eit/rhldpfalz_ticket.shtml

Discotel ist meiner Zeit voraus

Dass ich zu Discotel gewechselt habe [1], bringt mir nicht nur Vorteile: Die Mobilbox-Nummer ist ungewöhnlich lang und kompliziert und meinen Kontostand erfahre ich nur, indem ich eine SMS mit dem Inhalt "Guthaben" an die 77277 schicke; das aktuelle Guthaben wird mir dann per SMS zugeschickt. Diese Methode ist aber entgegen der Erwartung schneller, als es irgendjemand vermuten würde - ja, sogar schneller, als irgendein physikalisches Gesetz erlaubt:
Heute verschickte ich um 19:11 Uhr eine solche Guthaben-Anfrage und die Rück-SMS schien in Verzug zu sein. Als ich aber nach einer Stunde auf mein Handy schaute, war da eine ungelesene SMS und wie ich mich gerade mit einem Blick in den Nachrichtenkopf über den späten Versand ärgern wollte, musste ich feststellen, dass man mir die SMS ja schon um 17:11 Uhr geschrieben hatte. Also zwei Stunden, bevor ich überhaupt meine Anfrage versandt hatte - da sage noch mal einer, Discotels SMS Guthaben-Service sei langsamer als *100#...

  1. tovotu.de/archiv/447-D1P...-und-Handy-fr-Extremsparer

19.07.2010 00:39 - Tags: Kurioses Produkte

Druckversion / 2 Kommentare / verlinken

Media-Markt und Acer schießen den Vogel ab

Im aktuellen Media-Markt-Prospekt "Tiefste Preise im Hochsommer" auf Seite 4 kann man das grazilste und kraftvollste Stück Technik bewundern, das dieser Planet seit der Erfindung des Rads hervorgebracht hat: Ein Laptop, der "Kann alles, hat alles!" Wer Augen im Kopf hat, der staune!

Fast ein halber Meter Bildschirmdiagonale
Mobilität muss ganz neu definiert werden: Das Notizbuch (engl. Notebook) im Kinoformat. Dass der Akku mit 70 Wattstunden nur 3 Stunden hält, stört dabei überhaupt nicht: nach 10 Minuten sind die Beine eh eingeschlafen, wenn man das 5 Kilo-Leichtgewicht auf dem Schoß hat.

High-End-Workstation für den Kofferraum
Dass angesichts der geballten Leistung jeder Rucksack oder Bollerwagen [1] versagt, stört nicht. Dieser Laptop ist für alle, die ohnehin nie wussten, was sie mit dem Kofferraum ihres Kombis anfangen sollen. Dafür ersetzt diese Eier legende Wollmilchsau auch gleich den Camcorder mit der HD-Webcam, den Heimserver mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ("Starkes Stück") und 1,28 Terabyte Festplatte ("die neue Tera-Ära") und die Multimedia-Workstation mit Vierkernprozessor ("der schnelle Prozessor"), integriertem 5.1-Soundsystem und 1024-Megabyte-Grafikchip. Mit dieser "Ultimative[n] Grafikkarte" braucht man auch für die neuesten 3D-Spiele keinen unhandlichen Desktop-Rechner mehr.

Komfort und Design in Vollendung
Für "höchsten Komfort per Fingertip" sorgt das sensible "Duo Touchpad" und wer den Komfort-Kick schlechthin sucht, wird mit dem "silbernen Lautstärkeregler" mehr als bedient. Ein gebürstetes Aluminium-Gehäuse lässt MacBook-Nutzer vor Neid erblassen. Bei jedem Start 20 Zeichen lange Passwörter eingeben ist Vergangenheit mit dem Fingerabdruck-Sensor für "mehr Sicherheit" [2].

Der hellste Stern am Laptop-Himmel
Mit seiner Portabilität, seiner Ausstattung, seiner Eleganz und einem einzigartigen Look and Feel (zugeklappt vier Zentimeter flach) erschlägt dieser Laptop alles, was es bis heute unter dem Namen "Laptop" zu kaufen gab. Und dieser ewige Ruhm steht unter dem Zeichen des Laptopherstellers mit der wohl am wenigsten umstrittenen Reputation auf dem Notebookmarkt: Acer. Ja, wieder setzt Acer den neuen Trend: Wo alle dachten, Netbooks und Tablets mit sparsamen Intel Atom-Prozessoren übernähmen den Markt [3], zeigt Acer völlig überraschend und sensationell überzeugend die neue Richtung an.
Vergessen Sie ihre Pläne für ein Multimedia-Wohnzimmer mit Plasmafernseher, BluRay-Recorder und Surround-Soundsystem und investieren Sie Ihre hart ersparten 2000 Euro in etwas Sinnvolles: Das Acer Aspire 8943G mit vollen zwei Jahren Herstellergarantie und dem Glanz von 50 Jahrtausenden Technikgeschichte. Schlagen Sie jetzt zu!

  1. de.wikipedia.org/wiki/Bollerwagen
  2. ccc.de/updates/2007/umso...-im-supermarkt?language=de
  3. netzwelt.de/news/81453-c...etbooks-e-book-reader.html

Ein gelungenes Experiment: 2,5 Zoll HDD über eSATAp

Mein Notebook [1] hat einen eSATAp-Anschluss. Was ist das eigentlich? Innerhalb eines Computers sind Festplatten mit so genannten SATA-Kabeln an das Motherboard zum Datenaustausch mit Arbeitsspeicher, Prozessor und all den anderen wichtigen Komponenten angeschlossen. Diese Kabel ermöglichen sehr schnelle Datenübertragung, können außerhalb des Gehäuses die weit verbreiteten USB-Kabel aber vor allem aus drei Gründen nicht ersetzen: Nach 50 "Steckzyklen" (Stecker rein und wieder raus) ist der Stecker und womöglich auch die Buchse verschlissen; außerdem sind SATA-Kabel nicht geschirmt (sie haben keine schützende Umhüllung gegen elektromagnetische Strahlung usw.); und schließlich kann über SATA-Kabel kein Strom übertragen werden - eine externe Fesplatte bräuchte einen zusätzlichen Stromanschluss, wenn sie mit SATA angeschlossen würde. Mit eSATA wurde eine Standard festgelegt, der so schnell wie SATA, aber geschirmt ist und 5000 Steckzyklen aushält.

Nicht zuletzt aus Platzgründen kam man vor ein paar Jahren auf die Idee, eine eSATA-Buchse mit einer USB-Buchse zu kombinieren. Der positive Nebeneffekt war, dass diese Buchse auch Strom liefern konnte, was reine eSATA-Buchsen bislang nicht vermochten. Dieser neue Anschluss erhielt den Namen Power-over-eSATA oder kurz: eSATAp.

Um zum Anfang zurückzukehren: Mein Laptop verfügt über einen solchen eSATAp-Anschluss und es wäre ja schade, wenn ich ihn nicht verwenden würde. Also entschloss ich mich kurzer Hand zum Kauf einer externen 2,5-Zoll-Festplatte mit eSATAp-Anschluss. Viel Auswahl gibt es da im Moment allerdings nicht. Neben einem qualitativ vielleicht nicht überragenden Modell von Verbatim [2] gibt es noch die Premium-Variante von LaCie, für die man aber leider über 120 Euro abdrücken muss [3].
Der unbekannte, drittklassige Computerzubehör-Hersteller DeLOCK stellt schon seit längerer Zeit Peripherie-Geräte mit eSATAp-Anschluss her. Darunter auch das "2,5 Inch External enclosure SATA HDD > Power over eSATA", ein Festplattengehäuse für unter 25 Euro  [4], das mit dem gefragten Anschluss ausgestattet ist. Kombiniert mit einer Samsung HM500JI [5] kam ich auf einen Gesamtpreis von unter 80 Euro.

DeLOCK ist kein bekannter Hersteller und ich würde ihn auch nicht vom ersten Eindruck her in eine Reihe mit RaidSonic, Western Digital oder Seagate einordnen. Allerdings haben Produkte dieses Herstellers schon gut in diversen Tests abgeschnitten und tatsächlich war ich positiv überrascht, als ich den Produktkarton öffnete: Zum einen macht schon der Produktkarton mit Magnetverschluss einiges her - wenn auch nicht von Seiten des Bedruckungsdesigns. Zum anderen lagen dem stabil wirkenden Alu-Gehäuse neben einer billigen Kunstlederhülle auch ein Y-USB-Kabel, ein eSATAp-Kabel und Schräubchen samt passendem Schraubenzieher bei.
Die Festplatte wird tatsächlich mit vier kleinen Schräubchen fixiert und die Stabilität des Gehäuses mit zwei weiteren Schräubchen garantiert. Das macht einen soliden Eindruck. Eine große Status-LED weist vertrauenserweckend auf die Bereitschaft der Festplatte hin und tatsächlich: Unter Fedora 13 wird die externe Festplatte über den eSATAp-Anschluss ohne weiteres erkannt und die Daten können ohne weitere Konfiguration hin- und herrasen. Einziges Manko ist, dass eSATA-Kabel generell ziemlich dick (breit) und starr sind. Das etwa 50 cm lange Kabel wirkt daher etwas sperrig. Man sollte übrigens auch von der beigelegten Kunstlederhülle nicht allzu viel erwarten. Bilder vom Gehäuse gibt es mit Klick auf das Artikel-Bild!

Ich erstellte also eine große logische Partition auf der Fesplatte, formatierte in NTFS und startete meinen Laptop mit der SystemRescueCD (von einem USB-Stick). Ein Komplett-Backup meiner SSD benötigte nur gut 42 Minuten:

$ dd if=/dev/sda bs=64K > /media/esata/fedora.img
128035676160 bytes (128 GB) copied, 2532.31 s, 50.6 MB/s

Die Geschwindigkeit lässt sich sehen: 2,5-Zoll-Festplatten haben einen durchschnittlichen Datendurchsatz von 50 bis 60 Megabyte pro Sekunde. Das heißt, die Übertragungsrate des eSATAp-Kabels hat der Platte vermutlich viel abverlangt. Deutlich höhere Übertragungsraten sind theoretisch möglich und mit einem externen SSD-Speicher werden in Tests tatsächlich bis zu 160 MByte pro Sekunde erreicht [6].
Zur verbauten Festplatte lässt sich sagen, dass sie zwar nach den 42 Minuten Dauerbelastung eine beachtliche Temperatur erreichte, sich aber rundum flüsterleise verhält. Von Samsung-Festplatten hört man generell ja nur Gutes und für den Notfall gibt der Hersteller auch großzügige 3 Jahre Garantie auf seine Festplatten.

  1. tovotu.de/archiv/448-Len...-T400s-und-Fedora-13-x8664
  2. amazon.de/gp/product/B00...54&creativeASIN=B002WD17YG
  3. amazon.de/gp/product/B00...54&creativeASIN=B0037NR8NE
  4. amazon.de/gp/product/B00...54&creativeASIN=B001TA1LEO
  5. amazon.de/gp/product/B00...54&creativeASIN=B002842SRY
  6. chip.de/artikel/Test-Die...nittstelle-3_36737179.html

10.07.2010 11:41 - Tags: Computer Produkte

Druckversion / 2 Kommentare / verlinken
Startseite | Über tovotu | Impressum | Kontakt | Nach oben
feedFeed abonnieren | Valid CSS | Valid HTML5
hosted by netcup
©Copyright 2007 Impressum
Seitenaufbau in: 0.071412 Sekunden.