Der eisige Datenretter mit Drehpunkt

Test: "RaidSonic IcyBox IB-351U-B IDE USB 2.0" und "Samsung SpinPoint SP120 160GB 3,5" IDE"

Inzwischen ist es schon fast zwei Monate her: Damals beschrieb ich in einem Artikel die effizienten Mittel der Datenrettung und betonte die Notwendigkeit eines Backup-Mediums [1]. Zu diesem Zeitpunkt gehörte ich selbst zugegebenermaßen noch zu den Menschen, die auch ihre wichtigsten Daten in keinster Weise sicherten. Doch ich hatte mir fest vorgenommen, dies zu ändern. Zu Weihnachten leistete ich mir erstmal einen USB-Stick, auf dem eine Sicherung meiner allerwichtigsten Daten und Dokumente Platz finden sollte. Es war klar, dass der eine Gigabyte nicht ausreichen würde, doch zum Kauf einer externen Festplatte hatte ich mich noch nicht durchringen können.

Zum Start des neuen Jahres machte ich endgültig den Kauf eines entsprechenden Produktes fest. Ich entschied mich nach reiflicher Überlegung dazu, Gehäuse und Festplatte getrennt zu wählen. Davon versprach ich mir höhere Qualität. Trotzdem hatte ich den Anspruch, dass es im Ganzen nicht viel teurer werden sollte, als eine äquivalente Komplettlösung. Bei Home Of Hardware bestellte ich mir das Gehäuse "IcyBox IB-351U-B" von Raidsonic und die Samsung-Festplatte "SpinPoint SP120" mit 160gb.

Die Samsung-Festplatte kommt in einer sehr kompakten Plastikbox daher - abgesehen von Schräubchen und Kurzanleitung ohne Zubehör. Die IcyBox wird im zugehörigen Produktkarton geliefert, der sich - mit einem praktischen Plastik-Tragegriff versehen - auch gut als Tragebox eignet. Es liegen Strom- und USB-Kabel, Kurzanleitung, Treiber-CD und ein Plastik-Standfuß bei. Das Festplatten-Gehäuse lässt sich ohne Werkzeug öffnen: Die vier Schrauben kann man bequem mit den Fingern auf- und zudrehen. Die Montage der Festplatte geht recht einfach von statten, wobei die beiliegende Anleitung kaum dabei hilft. In der IcyBox versteckten sich noch Schrauben, die man (diesmal unter Verwendung eines Schraubenziehers) zur Fixierung der Festplatte verwenden kann, und kleine Polster, die die Vibration der Festplatte in horizontaler Lage abdämpfen. Beim Anschluss an den Computer bemerkt man die leidliche Kürze des beiliegenden USB-Kabels mit nur 80cm. Das Stromkabel dagegen ist zufriedenstellend lang. Die IcyBox ist mit einem Netzschalter ausgestattet - ein Feature, das man bei so mancher externen Festplatte vermisst.

Mein Modell der IcyBox ist intern mit IDE (der Anschluss, an den die Festplatte gehört) und extern mit USB 2.0 (Verbindung zum Computer) ausgestattet. Als High-Speed zertifiziert schafft der USB-Anschluss eine theoretische Datenrate von 60 Megabyte pro Sekunde. Im Praxistest an verschiedenen Computern kam ich auf Geschwindigkeiten zwischen 9 und 22 MB/Sek. Diese
niedrigen Werte kann man mit dem Alter der Test-PCs und der natürlichen Verlustrate erklären.[2] Die Samsung-Platte war vorbildlicherweise weder initiiert, noch partitioniert oder formatiert - quasi fabrikneu, wie ich es mir wünsche. Bei den angegebenen 160gb handelt es sich wie üblich nur um 160.000.000.000 Bytes, was umgerechnet eher etwa 149 Gigabyte sind {Umrechnungsfaktor 1/(1024*1024*1024)}. Da ich so flexibel sein will, die Festplatte nicht nur auf Windows-Systemen benutzen zu können, sollte ein FAT32-Dateisystem darauf laufen. Windows verweigert aber die FAT32-Formatierung von Festplatten mit über 32gb. Dazu benutzte ich also das Programm H2Format von heise.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Festplatte. Es wurmt mich etwas, dass die antiquierte USB-Schnittstelle an meinem Computer die Übertragungsrate dermaßen ausbremst. Trotzdem habe ich jetzt - neben meinem USB-Stick - endlich eine hinreichende Backup-Lösung. Montage und Inbetriebnahme der externen Festplatte habe ich fotografisch dokumentiert:

  1. tovotu.de/blog/2007...ffektiv-und-kostenlos
  2. de.wikipedia.org/wiki/USB#Datenraten
19. Januar 2008 - Tags: Produkte