7. Oktober 2007
Effektive Spambekämpfung
Einst nannte ich mich in sämtlichen Internet-Foren "webstar1990" und meldete mir entsprechend auch eine E-Mail-Adresse an. Diese Adresse musste ich dann nach einigen Jahren wieder aufgeben: Täglich überfluteten mich fast 100 Spam-Mails. Seitdem benutze ich andere E-Mail-Adressen, die großenteils aber auch nicht vom Spam verschont bleiben. In den letzten 24 Stunden trudelten beim Mail-Account meiner Eltern nicht weniger als 38 Spam-Mails ein. Angenervt begab ich mich im Internet auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten.
Hinterher ist man immer schlauer: Die meisten Beratungsseiten im Netz empfehlen, vorsichtig mit der eigenen Mail-Adresse umzugehen, sie nur bei absoluter Notwendigkeit herauszugeben. Dadurch lässt sich ein bereits bestehender Spam-Verkehr aber auch nicht mehr unterbinden. Der gute alte Spam-Filter lässt da schon eher aufhoffen. Dumm nur, wenn der mal eine Email fälschlicherweise als Spam einstuft. Obwohl die meisten Statistiken das zu 99,99% ausschließen, vertraue ich den automatischen Aussortiermaschinen weiterhin nicht und gucke regelmäßig durch, was mein Filter da wieder alles als Spam markiert hat. Bei fast 40 Spam-Mails am Tag ist dieses routinemäßige Durchgucken auch schon ganz schön zeitraubend.
Schließlich bleibt noch die Möglichkeit, den Absender ausfindig zu machen. Als ich diese Möglichkeit ausprobieren wollte, stieß ich auf das Problem, dass eine whois-Abfrage mir verriet: Der absendende Mail-Server kommt aus Trinidad und Tobago! Also wieder nichts. Mein Freund und Helfer ist und bleibt Wikipedia, und die wussten mir immerhin zu sagen, dass es eine Internet-Beschwerdestelle gibt. Inwiefern die bei einer dermaßen riesigen Spam-Flut effektiv was bewirken kann steht natürlich in den Sternen, doch auf einen Versuch ließ ich es ankommen und leitete prompt alle erhaltenen Spam-Mails an diesen Service weiter.
Ich bin gespannt, ob sich etwas tut. Man wird wohl mindestens davon ausgehen dürfen, dass diese Beschwerdestelle nicht umsonst einen solchen Service anbietet. Die Sache sollte jedenfalls weiterverfolgt und vor allem -unterstützt werden.