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22. Januar 2009
Zum letzten Mal Schlange gestanden

Jüngste Analysen über die Statistiken von Überlebenden und Toten des katastrophalen Untergangs der R.M.S. Titanic im April 1912 haben ergeben, dass sich unter den Überlebenden unerwartet wenige Briten befanden im Vergleich zum Anteil anderer Nationalitäten. Obwohl die Briten 51 Prozent der Passagieren bildeten, fanden 11 Prozent weniger von ihnen einen Platz in den Rettungsbooten als der internationale Durchschnitt.

In dem FAZ-Artikel, der davon berichtet, wird vermutet, dieses Phänomen sei darauf zurückzuführen, dass - trotz der Notsituation - bestimmte gesellschaftliche Ideale beibehalten wurden. So überlebten - gemäß der Gepflogenheiten - weitaus mehr Passagiere als Besatzungsmitglieder und unter den Überlebenden fanden sich deutlich weniger Männer als Frauen und Kinder. Doch eben auch die bekannte Gewohnheit der Engländer, in Schlangen anzustehen, wurde aller Wahrscheinlichkeit nach bei der Besetzung der Rettungsboote eingehalten, was ihren geringen Anteil an den Überlebendenzahlen erklären würde.

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