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6. Oktober 2007
Studienfahrt Paris: Kunst, Erotik, Geschichte und Party (Teil 1)

Für jede elfte Jahrgangsstufe ist seit langer Zeit jeweils eine Studienfahrt vorgesehen, deren Ziel von dem in der 8. Klasse gewählten WPU-Fach abhängig ist. Ich wählte damals Französisch, was eine Fahrt nach Paris zur Folge hat. Und diese Fahrt fand in den letzten 5 Tagen vom ersten bis fünften Oktober statt.

Lange Hin- und Rückfahrt
Noch nicht mal die Sonne war aufgegangen, als wir uns Montag um 5 Uhr in der Früh vor der Schule zur Abfahrt versammelten. Die Strecke von 670km sollte mit dem klassischen Reisebus zurückgelegt werden. Der war nicht besonders modern oder gut ausgestattet, erfüllte jedoch seinen Zweck. Sechs Stunden im tranceartigen Halbschlaf folgte ein Zwischenstopp in der Stadt Reims. Dort wurde die Kathedrale besichtigt und, wer es benötigte, bekam die Möglichkeit, ein Mittagessen einzunehmen. Wenige Stunden später erreichten wir dann endlich Paris, wobei davon längere Zeit für die Einparkkorrigierungen des Bus draufging. (Ich erinnere an das ständige Vor und Zurück.)

Die Rückfahrt ging zügig im Zeitraum zwischen 8.00 und 18.45 Uhr mit den üblichen Stopps an Raststätten von statten. Hier bot sich als Zeitvertreib neben Gespräch und Schlaf noch ein Film an, der auf den On-Board-Bildschirmen abgespielt wurde, wobei es leider zu gewissen technischen Komplikationen kam. Fahrer war die ganze Zeit durch der nette Victor ", ne?!" Der Nachname ist leider in Vergessenheit geraten. Für die außergewöhnlich flotte Fahr... äh Fahrung, oder so, (Kutschierung, lieber Gabriel, hätte gereicht) wurde ihm angemessen gedankt.

Hotel und Verpflegung
Als "Etap" zur Accor-Kette gehörend (wie auch Ibis) bot unser Hotel nur so viel Komfort, dass es gerade eben von einer Jugendherberge zu unterscheiden war. Doch wurden wir immerhin jeden morgen mit Frühstück versorgt, das allerdings von geringer Essensauswahl am Buffet, Plastikbesteck, -tassen und -bechern, fehlenden Tellern und saurer Milch geprägt war. Außerdem verdarb ein übertrieben verärgertes Mitglied des Personals mehr oder weniger einige schöne Abende: Ein Mann in schwarz (auch maximal pigmentiert war er) stand gegen Mitternacht in der Zimmertür und schrie die Insassen mit mächtiger Stimme an, sie sollen gefälligst nicht so laut sein, damit die übrigen Gäste schlafen können; außerdem seien viel zu viele Personen in dem Zimmer – jeder solle doch bitte in seinen eigenen Raum zurückkehren.

Mittags und Abends war die Verpflegung individuell zu gestalten. Ein Supermarkt in der unmittelbaren Nähe, der übrigens das ein oder andere außerordentlich billige alkoholische Getränk führte, stellte eine gute Versorgungsmöglichkeit dar. Abwechslung von dem häufig gewählten Nahrungsmittel "Baguette" fand man für gewöhnlich in billigen Take-Away-Restaurants wie McDonald's, Pizzeria oder Dönerladen. Letztere bieten in Frankreich ihren Döner übrigens gewöhnlich statt im Fladenbrot in der Teigrolle oder mit Baguette an.

Den zweiten Teil der Reise habe ich in einem weiteren Artikel zusammengefasst.

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