tovotu

24. Januar 2008
Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher

Letztes Wochenende gab ich mich spontan mal wieder ein wenig der Unterhaltungsliteratur hin. Walter Moers' Buch "Die Stadt der träumenden Bücher" wartete mit über 600 Seiten Lesestoff auf. Das Buch gehört zu einer Saga des Autors, die komplett in einem Kontinent namens Zamonien spielt. Ebenfalls erschienen ist in dieser Reihe zum Beispiel auch "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" - die Erwachsenen-Version der bekannten "Sendung mit der Maus"-Serie.

Walter Moers behauptet, das Buch "Die Stadt der träumenden Bücher" sei nur seine Übersetzung eines der 1000 Bücher aus der Reiseliteratur des zamonischen Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz, aus dessen Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Hildegunst führt den Leser mit einer Rückblende auf seine Kindheit ein. Er ist in der Lindwurmfeste aufgewachsen und wurde von seinem Dichtpaten Danzelot von Silbendrechsler zum Schreiben ausgebildet. Die Lindwurmfeste nämlich ist Heimat unzähliger Lindwürmer, die den Beruf des Dichters ausführen oder noch anstreben. Als Danzelot an einer Krankheit stirbt, hinterlässt er Hildegunst neben seiner bescheidenen Habe ein Manuskript eines unbekannten Autors, das sich beim Lesen als das mit Abstand überragendste Stück Literatur herausstellt, das je geschrieben wurde. Auf der Suche nach dem mysteriösen Verfasser reist die Hauptfigur in die Stadt Buchhaim, aufgrund der tausenden von Antiquariaten "Die Stadt der träumenden Bücher" genannt. Als er das Manuskript dort herumzeigt, trifft er auf abweisende Reaktionen. Ein Antiquar, der hilfsbereit und freundlich zu sein scheint, lockt Hildegunst in einen Hinterhalt und entführt ihn betäubt in die Tiefen eines gigantischen labyrinthartigen Höhlensystems unter der Oberfläche von Buchhaim, in dem der myteriöse "Schattenkönig" herrschen soll. Und hier fängt das Abenteuer erst richtig an...

Das Buch ist sehr leicht zu lesen und vermag es des öfteren, den Leser regelrecht zu fesseln. So stellt "Die Stadt der träumenden Bücher" eine schöne und leichte Lektüre für zwischendurch dar. Sprachlich und inhaltlich fand sich jedoch auch ab und zu die ein oder andere schwache Stelle, an der ich mich ein wenig verwundert am Kopf kratzen musste.

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