tovotu

23. März 2012, 17:46 Uhr
Onyx Boox M92: Entspannt digital Schmökern

Lesen am Bildschirm ist für viele Menschen keine Freude. Bei der Benutzung von LED-Displays, wie sie nicht nur in Notebooks und TFT-Monitoren, sondern auch in modernen Tablets und Smartphones zum Einsatz kommen, klagen viele Nutzer nach längerer, konzentrierter Benutzung über trockene und schmerzende Augen oder gar über Kopfschmerzen.

Digitales Lesematerial begegnet einem aber längst überall: Fachbücher bzw. -artikel (z.B. von SpringerLink [1]), ganze Zeitschriften [2], gemeinfreie Bücher [3] bzw. Noten [4], Vorlesungsskripte, gekaufte oder entliehene [5] Ebooks. Dementsprechend gibt es auch schon länger passende Lesegeräte: so genannte Ebook-Reader oder kurz Ereader, die dann oft mit einer nichtleuchtenden, also "reflektiven" Displaytechnologie daherkommen, die man als Elektronisches Papier bezeichnet [6]. Momentan weit verbreitete Geräte dieser Art sind: Amazon Kindle, Kobo Touch [7], Pocketbook 611 [8] und Sony PRS-T1 [9].

Da am häufigsten herkömmliche Prosa geschmökert wird, übersteigen die Ausmaße dieser Gerät selten das Format eines handlichen Taschenbuchs. Gut 15 Zentimeter Bildschirmdiagonale (6 Zoll) sind ein etablierter Wert. Zeitschriften, Noten und Fachbücher sind dagegen nicht ohne Weiteres mit diesem kleinen Format kompatibel, finden aber auch nicht so viele Leser. Geräte mit größeren Displays (meist 9,7 Zoll, knapp 25 cm Diagonale) sind daher, besonders auf dem deutschen und europäischen Markt, rar gesät und ziemlich kostspielig. Im Grunde beschränkt sich die Auswahl momentan auf Amazon Kindle DX, Pocketbook Pro 902, 903 bzw. 912 [10] und Onyx Boox M92 [11].

Mit einer teilweise quelloffenen Linux-Firmware (Embedded-Qt-Oberfläche) und einem unwiderstehlich schlanken und leichten Design konnte mich vor Kurzem das Onyx Boox M92 trotz des hohen Preises (selbst mit Sonderangebot noch über 300 Euro) überzeugen. Das Gerät spielt übrigens nebenbei auch Musik ab, surft über WLAN im Internet und macht sich dank Stifteingabe gar nicht schlecht als Zeichentablett.

Einen ausführlichen Erfahrungsbericht mit Fotos findet man auf mobileread.com [12]. Dort hat sich inzwischen auch eine recht große englische Community um das Gerät formiert [13]. Ein Forenmitglied, der Betreiber des Online-Shops ereader-store.de, hat sogar direkten Kontakt zum Hersteller, was bei der Firmwareentwicklung eine gewisse Form des Austauschs zwischen Programmierern und Nutzern ermöglicht.

  1. tovotu.de/blog/514-...SpringerLink-beziehen
  2. pressekatalog.de/epaper.htm?CSS=995
  3. gutenberg.org
  4. tovotu.de/blog/209-...usiknoten-im-Internet
  5. onleihe.net
  6. de.wikipedia.org/wi...Elektronisches_Papier
  7. kobobooks.com/touch
  8. pocketbook-int.com/...oducts/pocketbook-611
  9. sony.de/product/rd-...rs-t1/tab/accessories
  10. pocketbook-int.com/...oducts/pocketbook-912
  11. ereader-store.de/en/17-onyx-boox
  12. Deutscher Erfahrungsbericht: mobileread.com/foru...owthread.php?t=171810
  13. Unterforum Onyx Boox: mobileread.com/foru...orumdisplay.php?f=220

Kommentare

Neue Kommentare zu diesem Artikel bitte per Mail an kommentare-515(at)tovotu.de!